Travelguide Namibia 2017

Es war schon immer unser Traum einmal eine Safari durch Afrika zu machen. Diesen Wunsch erfüllten wir uns dieses Jahr und durchfuhren mit einem Mietauto für drei Wochen Namibia.

Nach unserer Reise durch Kanada und die USA mit dem Wohnmobil, ist dies unsere 2. große außer-europäische Reise und Afrika der 3. Kontinent den ich besuche.

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Auserwählt haben wir Namibia als unser Einstiegs-Land in Afrika, warum genau erfahrt ihr in einem weiteren Post, aber ich kann jetzt schon sagen, dass es die richtige Entscheidung war.

Nachdem ich gestern schon ein paar meiner Outfits mit euch geteilt habe, die ich während unserer Safari-Reise getragen habe, möchte ich heute den ersten Teil meines allumfassenden Travelguides schreiben. Den 2. Part des Travelguides findet ihr hier. Außerdem wird es einen extra Post zum Etosha Nationalpark und den Tieren auf einer Safari, unseren Unterkünften und einen Post über die Erlebnisse, die ihr in Namibia auf keinen Fall verpassen solltet, ergänzt.

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What to know
  • Namibia liegt im Süden Afrikas und ist umgeben von Südafrika, Botswana, Angola und dem Atlantik
  • Das Land ist fast drei Mal so groß wie Deutschland, aber nur 2 Millionen Menschen leben dort
  • Die Amtssprache ist Englisch, ansonsten wird Africans oder verschiedene Stammessprachen gesprochen, außerdem können viele etwas Deutsch, die Verständigung ist somit sehr einfach
  • Bezahlt wird mit dem Namibischen Dollar und 1€ sind ca. 15 Namibische Dollar wert
  • Namibia hat nur eine Stunde+ Zeitverschiebung nach Deutschland
  • Der Flug von Frankfurt nach Windhoek dauert 9-10 Stunden

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Das vegetarische Essen war echt lecker! War nebenbei auch gleich vegan und glutenfrei :D Also für alle „Diättypen“ gleich

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Anreise / Abreise

Ums Fliegen kommt man nicht herum, sonst dauert die Reise länger als der Aufenthalt an sich :D Von Frankfurt aus geht einmal am Tag ein Direktflug nach Windhoek mit Air Namibia. Die kleine Fluggesellschaft hat uns wirklich sehr gefallen und vor allem, da der Flieger nicht komplett ausgebucht war, hatten wir relativ viel Platz zum Schlafen (die Flüge gehen alle über Nacht). Ebenso war es beim Rückflug und man fliegt ca. 9-10 Stunden.

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Fortbewegung

Ein Mietauto ist wirklich ideal um Namibia unabhängig und selbstständig erkunden zu können. Allerdings sieht man hier und da auch Reisebusse, die jedoch weniger komfortabel sind. Ein 4×4 Auto ist ebenfalls sehr zu empfehlen und wir hatten einen Ford Pick Up, mit dem man auch wirklich alle Straßen bedenkenlos fahren konnte.

Ein größter Teil der Straßen in Namibia sind Stotterstraßen und deswegen ist es gut relativ große Reifen zu haben, die kleine Unebenheiten ausgleichen und ein etwas erhöhtes Auto (was bei einem Wohnmobil oder einem Reisebus nicht gegeben ist und die Fahrten sicherlich unangenehmer macht).

Allerdings würden wir für das nächste Mal lieber ein komplett durchgehendes Auto mieten (der Pick Up hat eine Fahrerkabine und eine extra Ladefläche), da das Dach der Ladefläche nicht komplett dicht ist und somit der Kofferraum oft staubig war und wir unsere Koffer mit Tüten schützen mussten.

Die Straßen sind meistens wirklich super gemacht und abgesehen davon, dass es etwas lauter ist, merkt man nicht sehr, dass es keine geteerten Straßen sind. Im Etosha Nationalpark, wo die Straßen etwas mehr befahren sind, gab es schon hin und wieder einige Löcher und unruhige Stellen.

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Wohnen

Es gibt in Namibia relativ wenige Wohnwagen, einfach weil die Straßen dafür unpassend sind. Öfter sieht man Autos, die auf ihren Dächern Zelte haben, auf denen man schlafen kann oder Leute mit Campingausrüstung.

Wir haben uns allerdings dafür entschieden in Lodges zu wohnen. So nennt man dort die Hotels, die eigentlich keine richtigen Hotels sind. Man bekommt Frühstück und es gibt ein Restaurant zum Abendessen, meist einen Pool und es werden Attraktionen angeboten, außerdem gibt es Zimmerservice, aber man wohnt eben nicht in einem großen Haus und hat nur ein Zimmer, sondern meist hat man ein eigenes kleines Häuschen oder eben eine „Wohnung“ in einem Doppelhaus. Das macht die ganze Sache etwas separater und schöner. Meist hatten die Lodges nur 4-8 Zimmer, an ein paar größeren „Sehenswürdigkeiten“ auch mal 30, aber oft war es eher klein und damit sehr persönlich gehalten.

Einen Ausführlichen Post zu unseren schönsten Unterkünften werde ich bald ebenfalls mit euch teilen.

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Wetter

Da Namibia relativ weit vom Äquator entfernt liegt, herrscht dort nicht ganz so extremes Wetter wie z.B. in der Sahara. Sommer und Winter sind dort zu unseren Jahreszeiten entgegengesetzt, da das Land auf der Südhalbkugel liegt. Im Sommer werden tagsüber bis zu 50°C in der Nacht hingegen kühlt es sehr herunter, sodass man trotzdem angenehm schlafen kann. Da wir im Winter gereist sind, waren bei uns tagsüber ca. 20-30°C (je nach Ort) und in der Nacht wurde es relativ frisch. In Windhoek (auf einem Berg) und Swakopmund (am Atlantik) war es wesentlich kälter (15-20°C) im Etosha und der Namib allerdings wunderbar warm. Die Sonne scheint eigentlich jeden Tag und Wolken scheinen sie in Namibia (fast) nicht zu kennen.

Am Tage konnte man meist wirklich mit kurzer Hose und Top unterwegs sein. Abends brauchte man meist schon eine dünne Jacke und eine lange Hose. In Swakopmund wäre durch den Wind vom Atlantik und die feucht kalte Luft auch eine dünne Winterjacke nicht verkehrt gewesen.

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Landschaft

Die Landschaft in Namibia ist vielfältig. An einem Tag im Auto durchquert man karge graue Steinlandschaften, helle Buchlandschaften mit vertrocknetem Gras und Büschen, Hügelige- oder sogar Bergige Teile mit den unterschiedlichsten Steinfarben von grau zu braun bis rot oder gelb-orange, sieht riesige rote Sanddünen oder grünes Gestrüpp zwischen hellem Sandstein. Namibia ist wirklich vielfältig, nur sattgrüne Wälder sind nicht anzutreffen, dafür ist es einfach zu trocken.

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Essen

Ein sehr sehr wichtiger Punkt: Das Essen in Namibia! Ich muss sagen ich hatte mich noch nie so sehr auf Frühstück gefreut wie hier. Denn sonst wohnen wir sehr selten in Hotels (nur bei Städtetrips wie in Straßburg) und kommen somit auch selten in den Genuss eines tollen Hotelfrühstücks. Das war hier anders! Jeden Tag konnte ich mich auf leckeres Omelett mit Tomate, Pilzen, Zwiebeln und Käse, Müsli, Obst, Joghurt, Waffeln, frische Säfte und selbstgebackenes Brot (oft sind die Lodges zu weit entfernt um Brot kaufen zu können) freuen.

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Eine Entdeckung die wir in Namibia gemacht haben ist Guaven Saft. Den gibt es dort wirklich fast überall und er schmeckt so gut. Die Frucht erinnert von der Form an eine Papaya, ist allerdings kleiner und innen eher pink. Das Fruchtfleisch ist relativ dick, weswegen der Saft nie 100%ig ist.

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Mittag gegessen haben wir so gut wie nie, da wir meist keinen Hunger hatten und uns ein Snack mit Apfel, Banane, einer Fruchtschnitte oder leckerem Kuchen bzw. ein Stück Brot und Käse vollkommen gereicht hat. Die meisten Lodges bieten allerdings auch einen Lunch an.

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Abends waren wir immer Essen. In Windhoek und Swakopmund konnte man sich die Restaurants noch aussuchen, meistens war aber im Umkreis von mindestens 50km nichts und man hat im Restaurant der Lodge gegessen. Vor allem beim Essen hat man gemerkt wie unglaublich viel Mühe sich in Namibia gegeben wird und mit wie viel Qualität gearbeitet wird. Das Essen war wirklich immer unglaublich gut! Oft gab es ein 3 Gänge Menü, einmal sogar 5 Gänge, bei größeren Lodges auch Buffet.

Nach einer vegetarischen Alternative zu fragen war nie ein Problem und oft wurde man sogar danach gefragt. Es gab eigentlich immer Einheimisches Wild (da frage ich mich wie man am Tage über die wunderschönen Tiere bestaunen und sie abends essen kann :D ), manchmal auch Rind. Huhn oder Schwein gab es eigentlich nie. Dazu wurde oft Reis oder Kartoffeln und Gemüse (meist aus eigenem Gemüsegarten) gereicht und ich habe immer noch mehr Gemüse bekommen. Die Desserts waren immer der absolute Hammer und total mein Geschmack! Die Namibianer lieben Kuchen, der in einer Auflaufform gebacken und warm serviert wird. Sie nennen ihn Malva Pudding oder Baked Pudding. Dazu gibt es meistens Eis und das schmeckt wirklich so lecker!

Außerdem waren wir in einer Lodge in der es das unglaublichste Buffet gab, das ich jemals gesehen habe! Zum Glück waren wir dort 3 Nächte und konnten das Essen dort richtig genießen. Es gab eine riesige Auswahl an Vorspeisen und Desserts (und ich meine wirklich riesig! Mindestens 5 verschiedene Kuchen und 7 weitere Nachtisch Kreationen). Der Hauptgang wurde draußen angeboten, wo Grills standen und für einen frisch Fisch oder Fleisch mit den jeweiligen Saucen bzw. Marinaden, nach seinen Wünschen zubereitet wurde. An einem weiteren Stand konnte man sich selbst rohes geschnittenes Gemüse aussuchen und mit Nudeln und der Sauce und den Gewürzen seiner Wahl anbraten lassen konnte. Ein Traum!

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Sport

Bei der riesigen Auswahl an Nachtisch, stellt sich die Frage, ob man diesen von den Hüften auch wieder herunter bekommt :D

Fitnessstudios sind relativ selten zu finden, allerdings kann man in Namibia, dort wo keine gefährlichen Tiere leben (bzw. wenn man eingezäunt ist) wunderbar wandern gehen.

Auch Joggen ist in den meisten Lodges kein Problem. Dabei muss man in dem umzäunten Bereich der Lodge bleiben, diese sind allerdings sehr groß und weitläufig und man hat genügend Platz.

Ich habe mir vorgenommen mindestens zwei man pro Woche zu laufen und konnte das auch umsetzen. Zusätzlich habe ich zwei Mal ein einfaches Body-Weight Training gemacht und versucht mich so oft wie möglich zu dehnen, Sport kommt in Namibia also nicht zu kurz, wenn man sich ein bisschen auf die Umstände dort einlässt.

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Wart ihr schon mal in Namibia oder in einem anderen Land in Afrika? Wie war es bei euch? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

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15 Kommentare zu „Travelguide Namibia 2017

  1. Ich war noch nie in Namibia, geschweige denn in Afrika. :-) Dein Post finde ich wahnsinnig inspirierend und mich bekommt wahrhaftig das Fernweh. :-) Super – dass du dort auch Sport machen konntest – das wäre für mich ein ausschlaggebender Punkt. :-D
    LG
    Marco

    Gefällt 1 Person

    1. Es war für mich dieses Jahr auch das 1. Mal :)
      Vielen lieben Dank Marco! Ich kann dir Namibia als Safari Land wirklich nur empfehlen :)
      Liebe Grüße :)

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  2. Liebe Pauline,
    ich versinke wahrhaftig in puren Neid während ich deinen Beitrag lese! Namibia ist ein Traum von mir. Nach deinen tollen Post und vorallem die schönen Bildern , möchte ich es nun noch dringlicher selbst sehen :D Nimm mich nächstes Mal mit auf deine coolen Touren!
    Liebe Grüße,
    Anna 💋

    Gefällt 1 Person

    1. Haha Anna! Das freut mich riesig, dass er dir so gefällt und du meine Bilder magst :) wenn du wirklich mal einen Afrika Aufenthalt planst, dann kann ich dir Namibia dafür auch nur ans Herz legen :)

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    1. Ja das kann ich mir sehr gut vorstellen :) Afrika ist für viele ein Traum, denn es ist auch wirklich der Wahnsinn Tiere in freier Wildbahn zu sehen, die man sonst nur aus dem Zoo kennt ;)
      Liebsten Dank Tina <3

      Gefällt 1 Person

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