Life is not about Fame

„Die können sich immer die neusten Schuhe kaufen“

„Sie bekommen einfach so kostenlos Produkte zugeschickt“

„Ist doch total cool eine Community zu haben die dich und das was du machst total feiert“

Er war geblendet von den coolen, überteuerten Klamotten und dem ach so perfekten Leben der Vlogger, Blogger und Influencer. „Aber das ist doch nicht der Sinn des Lebens, damit wird man doch nicht glücklich.“ erwidere ich.

„Klar! Selbstverwirklichung steht ganz oben, auf der obersten Stufe der Bedürfnispyramide des Menschen. Sich selbst zu finden und damit sein Hobby zum Beruf zu machen und jeden Tag das zu machen was man will, das ist doch Selbstverwirklichung.“

Eigentlich hatte er andere Hobbys, aber wenn er diesen gerade nicht nachging, dann saß er Stunde um Stunde vor seinem Handybildschirm und bewunderte den Schuhschrank von jemand anderem.

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Ist das noch normal? Ich finde nicht. Und ich hoffe es handelt sich nur um eine Pubertäre Phase. Eine in der einige Leute besonders „cool“ und die anderen „total uncool“ sind. Eine, die hoffentlich ganz schnell vorbeigeht, denn ich ertrage es nicht mehr mit meinen Erklärungen und Erwiderungen gegen eine Wand zu laufen.

Das Leben dreht sich nun mal nicht um Follower und Abonnenten.

Leben heißt Erfahrungen machen, Abenteuer erleben und Langeweile haben. Mit Freunden Spaß haben, Zeit mit der Familie verbringen und Alleine sein. Zu lernen, zu wachsen und Probleme zu überwinden. Seinen Wünschen nachgehen, seine Träume verfolgen und Arbeit machen, die gemacht werden muss. Das ist Leben und dabei muss man niemanden zufriedenstellen, nur sich selbst.

Und ja, in unserer heutigen Gesellschaft gibt es Menschen, die durch das Internet arbeiten, Geld verdienen und bekannt werden. Aber nur das alleine macht auch diese Menschen nicht glücklich. Sie haben damit angefangen, weil es ihr Hobby war, ihre Leidenschaft und nicht daran gedacht damit später einmal Geld zu verdienen und so sollte es sein. Und falls es nicht so sein sollte, dann hoffe ich, dass keiner sich von ihnen blenden lässt und sie unterstützt. Bei Bloggern / Vloggern / Instagrammern, bei denen ich das Gefühl habe, sie gehen Kooperationen nur wegen des Geldes ein, liefern nur noch gesponserten Content usw. entfolge ich. Natürlich müssen auch sie ihren Lebensunterhalt verdienen, aber niemand sollte sich käuflich machen und seine Zahlen nur dazu nutzen Geld zu machen. Die Mischung macht’s! Und natürlich auch die Weise mit der kooperiert wird bzw. die Partner und ob sie passend sind. Seht ihr das auch so wie ich?

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Wenn man heute einen Blog startet, ist das nicht unbedingt mehr etwas Besonderes. Es gibt so viele Blogs, so viele Blogger. Das man damit Geld verdienen kann, ist den meisten sicherlich bekannt und deswegen denken sicher einige, man würde es nur des Geldes wegen machen, so wie jeder andere auch. Zumindest kommt es mir manchmal so vor. Denn leider kann niemand einschätzen, wie unglaublich viel Zeit, Liebe und Kraft diese Arbeit kostet. Auch ich hätte das vorher niemals gedacht, obwohl ich mich sehr wohl dazu belesen habe und jeder das schreibt, aber bevor man es nicht selbst merkt glaubt man nicht, um wie viel es sich tatsächlich handelt!

Trotzdem will ich keine Haufen von Followern und Abonnenten, keine stapelweise Kisten voller Produkte, kein großes Geld mit meinem Blog machen. Darum geht es nicht. Deswegen habe ich nicht damit begonnen.

Ich schreibe meinen Blog, weil ich schon immer gerne geschrieben habe, schon lange gerne Fotos mache. Ich wollte etwas zu tun haben, weil ich nicht damit klarkomme mich nutzlos und sinnlos in dieser Welt zu fühlen, ich gerne etwas zu tun habe. Hier kann ich meine Kreativität ausüben, mir Gedanken über Themen machen, die mich interessieren, Ideen umsetzen und mich mit Leuten mit den gleichen Interessen austauschen, meine Zeit sinnvoll verschwenden.

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Und ja! Ja es ist schön Leser zu haben, denen deine Texte gefallen, Follower, denen deine Bilder gefallen, Menschen die gerne von dir hören, dir ihre eigene Meinung mitteilen. Das ist es, was das Bloggen ausmacht, die Kommunikation, das Erreichen von Leuten auf der ganzen Welt, nicht wegen der Zahl, sondern wegen der Menschen.

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Die Bilder dieses Beitrags sind zusammen mit der Lieben Anna von annaverburg.com entstanden, die auch auf einigen Bildern selbst zu sehen ist :)

 


Was denkt ihr? Geht es euch auch so? Könnt ihr meine Meinung nachvollziehen oder habt noch etwas zu ergänzen?

30 Kommentare zu „Life is not about Fame

  1. Oh, wow!
    Der wohl ehrlichste und wundervollste Blogpost, den ich dieses Jahr gelesen habe!!

    So schön, dass du es auf den Punkt bringst, was so viele „kleine Blogger“ sich denken.
    Ich meine, klar, jeder will ein bisschen was zurückbekommen. Will für seine Arbeit belohnt werden und viele Menschen erreichen. Aber dennoch macht die Zahl der Follower nicht den Wert des Blogs aus. Und schon gar nicht die vielen verschenkten Produkte, die letztendlich doch niemand braucht.

    Es soll Spaß machen und Andere zum Nachdenken bewegen. Das war und ist zumindest immer mein Ziel. Und wenn es zeitweise einfach zu viel Arbeit wird, kann man sich immer noch frei dazu entscheiden mal länger nichts zu posten. Weil es eben ein Hobby ist und kein Job. Ist doch auch schön.:)

    Danke für deinen tollen, bewegenden Beitrag. Er erinnert mich wieder daran, warum ich mit dem Bloggen begonnen habe.

    Hab’s fein,
    Katrin

    Lebegruen.com

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    1. Dein Kommentar macht mich gerade richtig glücklich Katrin! Allerliebsten Dank für deine schönen Worte! Es freut mich total, dass ich dich mit meinen Worten angesprochen habe und du dich in meinen Gedanken wiedergefunden hast :)
      Liebste Grüße und fröhliche Weihnachten <3

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  2. Hallo liebe Pauline
    Ein wirklich gelungener Beitrag. Ich finde es immer spannend die Meinung andere Blogger zu diesem Thema zu lesen. Ich blogge nun schon seit ca. 2 Jahren und das ganz ist aus dem Interesse am Webdesign, an der Fotografie und am Texten entstanden. Ich wollte für mich selber ein Projekt aufbauen und habe immer viel Spass daran einen Beitrag zu kreieren. Leider ist das ganz in der Gesellschaft immer noch etwas mit negativen Aspekten verbunden, wie du in deinem Beitrag auch erwähnst. Ich glaube dieser Beigeschmack werden wir Blogger nie wirklich los, schade.
    Hab eine schöne Weihnachtszeit!
    xx Romana | http://www.fouraway.ch

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Romana :) Danke für das Teilen deiner eigenen Erfahrung mit dem Thema! Es freut mich, dass ich dich mit meinem Beitrag ansprechen konnte :)

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  3. Hi,
    ich blogge jetzt seit einem Jahr und habe mittlerweile mein nächstes Ziel ganz klar vor Augen : die erste Kooperation.
    Ich stimme dir in dem was du gesagt hast, vollkommen zu.
    Ich möchte nur einmal schauen, ob ich es auch schaffen könnte … Ich arbeite im online Marketing und würde gern wissen, ob mein theoretisches Wissen bspw. SEO Früchte trägt 😋

    Liebe Grüße
    http://icakgl.wordpress.com

    Gefällt 1 Person

    1. Ich versteh dich in deinem Ziel und deinen Wünschen total und auch ich mache sowas total gerne, weil es ja auch sehr Spaß macht, eine tolle Erfahrung ist und eben eine super Möglichkeit etwas neues zu testen usw. ich will in diesem Beitrag ja eher aussagen, dass es nicht essenziell ist um glücklich sein :) Das ist ja das wichtigste, das nicht aus den Augen zu verlieren :)
      Wenn du so viel Wissen dazu hast würde ich mich mega freuen, wenn du das mal in einem Beitrag erläuterst!! Das würde mir sehr helfen :)
      Liebe Grüße <3

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