Warum Ich keine Tierprodukte Essen möchte

Bei Geburtstagen oder auf Familienfeiern kommt mindestens einmal am Abend dieses Thema auf.

„Warum willst du denn nicht mal kosten?“

„Hin und wieder kann man das doch mal essen!“

„Das ist sogar Bio Fleisch.“

Aber nein, ich will es nicht probieren, auch nicht hin und wieder und auch nicht, wenn das Tier ein angeblich glückliches Leben hatte.

IMG_6659Ich ernähre mich noch nicht zu 100% pflanzlich und bin noch nicht vegan. Aber ich wünschte es wäre so und ich arbeite daran.

 

Allerdings fällt es mir sehr schwer in einer Familie, die Fleisch, Käse und Eier täglich essen darauf zu verzichten, wenn es direkt vor meiner Nase steht. Ich gebe mein bestes immer vegan zu kochen und zu essen, wenn ich es selbst in der Hand habe und meine Familie von leckeren veganen Rezepten zu überzeugen.

Seit über zwei Jahren interessiere ich mich jetzt schon für den Veganismus. Alles hat angefangen mit veganen Youtubern, die mich durch ihre leckeren Rezepte und alle Gründe, die sie nannten begeisterten. Seit dem Sommer 2015 bin ich Vegetarierin, habe allerdings einige Male trotzdem Fleisch oder Fisch gegessen, obwohl auch das immer seltener wird. Weil ich es nicht will. Ich wäre am liebsten jetzt sofort komplett vegan. Würde keine tierischen Produkte mehr essen, kein Leder kaufen und nur tierversuchsfreie und vegane Produkte benutzen. Aber es geht nicht alles von jetzt auf gleich. Vor allem nicht, wenn man noch von einer Familie abhängig ist.

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Tolle vegane Produkte teste ich in meiner Vegan Food Test -Reihe!

Meine Eltern unterstützen mich zwar in dem Sinne, dass sie mir gerne vegane Ersatzprodukte usw. kaufen, aber das Durchhaltevermögen gegen die Lust auf Frischkäse (ja, ich liebe leider Frischkäse!) können sie mir nicht geben. Wenn ich alleine wohnen würde, würden solche Dinge nicht in meinem Kühlschrank landen, aber so ist die Versuchung da. Und sie ist groß.

Wenn meine Mama Fleisch kauft und ich darauf Lese „Purland – von glücklichen Tieren“ dreht sich mir gleich der Magen um, weil ich Bilder vor meinem inneren Auge sehe, auf dem Kälber mit ausgestreckter Zunge, einem Haken nach unten baumelnd ausbluten. Nein Danke! Das möchte ich auch nicht essen und es fällt mir nicht schwer darauf zu verzichten.

Aber mir wird auch gleich schlecht, wenn ich daran denke, dass meine Familie diese toten Tiere am Wochenende zum Geburtstagsessen verspeisen und nicht darüber nachdenken.

IMG_7217.JPGFleisch ist Fleisch – ein Lebensmittel. Und durch die fröhlichen, grünen Bildchen auf den Verpackungen wird der Käufer geblendet. Meine Familie ist nicht doof, alle wissen, dass das Tier, welches sie Essen nie auf der Weide stand. Aber trotzdem wird beim Kauf nicht darüber nachgedacht. Mir allerdings erscheinen die Bilder von engen dunklen Ställen, dreckigen kranken Tieren, die noch nie das Sonnenlicht gesehen haben (oder erst auf dem Weg ins Schlachthaus).

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Super lecker ist auch selbstgemachtes Sushi und das kann man ganz einfach vegan machen!

Als ich letztens Sushi essen war, viel es mir allerdings weniger einfach. Wir saßen am Tresen, an dem diese kleinen niedlichen Schiffchen vorbeifahren. Die meisten Sushiteller beinhalten Fisch und nur einige wenige (und meist sehr langweilige nur mit Avocado oder Gurke) sind vegan. Davon habe ich auch die meisten gegessen. Aber ich konnte es mir nicht nehmen lassen auch ein paar von denen mit Fisch zu probieren. Im Nachhinein denke ich, dass ich auch darauf verzichten hätte können, aber währenddessen weiß man wie gut es schmecken könnte und vergisst schnell die Bilder von ausgefischten Meeren. Denn ich verzichte nicht, weil es mir nicht mehr schmeckt und rede mir das auch nicht ein. Ich weiß, dass das alles unglaublich gut schmeckt. Aber ich will es nicht essen und mit den Gedanken an den Prozess der Herstellung versuche ich mir den Geschmack darauf zu verderben.

Teilweise gelingt das auch ganz gut. Manchmal aber auch nicht.

Ich werde mich dafür nicht selbst verurteilen, werde es nicht bereuen oder mich dafür schämen. Denn das alles ist ein Prozess. Gelernt habe ich schon – ich weiß, dass es das Richtige ist. Jetzt geht es nur an die Umsetzung und ich werde besser und besser darin. Natürlich gibt es Rückschläge, wie der beim Sushi-Essen oder wenn ich Heißhunger auf Käse habe.

Aber ich gebe mein Bestes und gebe nicht auf!

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Die Naturbilder, die ihr in diesem Beitrag seht sind auf meiner Irland Reise entstanden. In die wahnsinnig schönen Landschaften habe ich mich total verliebt!

 

 


Mehr Info’s und Gründe für eine pflanzliche Ernährung findest du hier:

Bilder, die einem verdeutlichen wie unglaublich grausam unsere Tierhaltung ist, sind sehr einprägsam und verdeutlichen die Qualen noch mehr, als nur davon zu lesen oder zu hören. Earthlings ist eine Doku, die wirklich jeder gesehen haben sollte, um zu entscheiden, ob ihm dieses Leid wirklich Wert ist für ein Wurstbrot.

Andere tolle Doku’s (die es aber leider nicht auf YouTube, sondern auf Netflix gibt) sind Cowspiracy (über den Einfluss der Viehhaltung auf unsere Umwelt), Forks over Knives (welche die gesundheitlichen Schäden durch unsere „normale“ westliche Ernährung und die Vorteile der pflanzlichen Ernährung für die Gesundheit behandelt) und What The Health (wo es ebenfalls um die Gesundheit, aber auch um die riesige Lobby, die hinter der Milch-, Ei- und Fleischindustrie steckt geht).

Eine richtig tolle, super anschauliche und interessante Rede und Präsentation ist 101 Reasons to go Vegan, die ich ebenfalls nur sehr empfehlen kann!


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Auf meiner Food-Instragram Seite findet ihr ebenfalls regelmäßig Bilder und Gedanken zu Essen, Veganismus, gesunder Ernährung und könnt über die Stories verfolgen, welche Rezepte ich gerade teste oder was es zum Mittagessen gibt :D
Vegane Rezeptideen

Und wo wir schon mal dabei sind, möchte ich euch natürlich auch noch ein paar vegane Rezepte vorstellen, die super schnell und einfach zuzubereiten sind, richtig lecker schmecken und euch (und eurer Familie?!) beweisen, wie lecker und vielfältig die vegane Ernährung ist.

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Bananenbrot mit Himbeeren

Bananenbrot ist ein Klassiker in der veganen Küche und ideal für einen süßen Snack! Mein Rezept ist noch verfeinert mit (Tiefkühl) Himbeeren und dadurch noch fruchtiger :)

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Wer trotzdem nicht auf geliebte Klassiker wie Spaghetti Bolognese verzichten möchte, sollte es mal mit dieser tollen Alternative probieren: Spaghetti mit Falafel-Bolognese!

Wem das aber nicht bolognesig genug ist, der kann natürlich auch auf tolle vegane Vleisch-Produkte zurückgreifen, wie veganes Gehacktes, dass ich hier teste!

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Eierkuchen ohne Ei = Pfannkuchen! Und die sind ganz einfach, super schnell, ohne komische Zutaten und richtig lecker! :)

Mein klassisches Pfannkuchen Rezept findet ihr hier und weitere Varianten, wie Schoko-Protein-Pancakes  oder coole pinke Pancakes gibt es ebenfalls schon auf meinem Blog :)


Wie ihr seht, ist das alles gar nicht soo kompliziert und ich kann euch sagen, es lohnt sich sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, seine eigene Lebensweise infrage zu stellen, zu überdenken und Schritt für Schritt in die richtige Richtung zu ändern. Denn nur so können wir Tieren wieder einen natürlichen Lebensraum geben und gegen Massentierhaltung und das ausbeuten dieser Lebewesen vorgehen!

Was denkt ihr? Beschäftigt euch das Thema oft? Geht es euch bei Familienfeiern oder mit Freunden ähnlich mit ihr? Wie gestaltet ihr euer Leben und Essen?

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18 Kommentare zu „Warum Ich keine Tierprodukte Essen möchte

  1. Ich stimme dir in jedem einzelnen Punkt zu Pauline :) Ich bin auf den ganzen Veganismus auch erst aufmerksam geworden durch die vielen Youtuber. Damals habe ich mich erst dazu entschlossen Vegetarierin zu werden (habe damals sowieso schon nicht viel Fleisch gegessen) aber wenn der Papa Italiener war und die Mama Polin, dann kann man sich schon vorstellen dass viel Fleisch konsumiert wurde. Nach 1,5 Jahren war ich dann komplett Veganerin und lebe diesen lifestyle bis heute. Ich wünsche dir auf deinem Weg nur das Beste und lass dich nicht verrückt machen. Wie du schon sagst, die Veränderung braucht seine Zeit und passiert nicht innerhalb von 24 stunden.

    Alles Liebe
    Laura

    Gefällt 2 Personen

    1. Oh Danke liebe Laura <3 Deine Worte haben mich richtig motiviert und deine eigene Story ist ein perfektes Beispiel dafür, dass es so nachhaltig klappt! Ich werde euch auf meinem Blog definitiv auf dem Laufenden halten und kann dir empfehlen mal in meiner recipe Kategorie unter food nach super einfachen und leckeren veganen Rezepten zu sehen :) Vielleicht ist ja was für dich dabei!
      Ich werde auf jeden Fall dieses Jahr ganz viel ausprobieren :)

      Gefällt 1 Person

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