Ein Stück vom Herzen bleibt immer Zurück – Coming Home After 11 Months of Travelling

Seit August bin ich nun bereits zurück in Deutschland.

Vier Monate und es fühlt sich einerseits an, als hätte ich mein Leben in Deutschland nie verlassen, andererseits bin ich noch immer unheimlich Dankbar für die Dinge, die ich an zu Hause so sehr vermisst hatte. Und dann ist da noch dieses Verarbeiten. Ein Teil von meinem Herzen wird aber wohl immer in Australien bleiben. Mein „neues“ Leben hier ist einerseits noch immer total aufregend, andererseits bereits Alltag.

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Fällt man wirklich in ein Loch, wenn man zurück kommt?

Schon bevor ich überhaupt weg geflogen bin, hat man mir prophezeit, dass ich ganz sicher Schwierigkeiten haben werde mich wieder an einen Alltag in Deutschland zu gewöhnen. Viele können sich nicht vorstellen danach wieder eine Routine und ein „normales und langweiliges“ Leben zu führen. Rutschen in eine depressive Gefühlswelt nachdem das Hoch der Wiedersehens-Freude verflogen ist.

In ein wirkliches depressives Loch bin ich persönlich aber nie gefallen. Ich glaube, dafür bin ich einfach ein zu positiver Mensch, habe mich zu sehr auf Freunde & Familie gefreut, und auch auf eine Routine und einen Alltag. Denn das habe ich auf meiner Reise auch hin und wieder vermisst. Außerdem sind auch so viele spannende und neue Dinge in mein Leben gekommen, es war gar nicht so viel Zeit für negative Gedanken.

Vermissen tue ich mein 2. zu Hause und mein Traumland natürlich trotzdem jeden Tag. Meine AuPair Familie und Kids, so wie ich meine „richtige“ Familie vermisst habe, als ich in Australien war. Und natürlich das Leben, die Freiheit und das Land mit all seinen traumhaften Gegebenheiten. Diese Freundlichkeit, Offenheit, all meine Möglichkeiten, die Sonne, das Meer, die Strände, das Essen, die Sprache, die Menschen, meine Freunde. Und ja, da schwelgt man schon manchmal in etwas bedauernde Gefühle ab, aber ich denke das lässt sich gar nicht vermeiden.

 

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Heimweh nach meinem zweiten Zu Hause

Fernweh oder Heimweh – die gehört immer zu meinem Leben dazu. Bloß, dass ich jetzt, wo ich in Deutschland bin, Heimweh nach Australien und Fernweh nach neuen, unbekannten Orten habe.

Aber gäbe es überhaupt eine Option ohne diese Gefühle? Es sind vielleicht schmerzhafte Gefühle, manchmal weniger und manchmal so sehr, dass sie mich Nachts wachhalten und in meiner Brust ziehen. Aber als gypsy wird man geboren, das habe ich bereits von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen, somit kann ich mir ein Leben ohne diese Gefühle ohnehin nicht vorstellen.

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Fernweh hört nie auf

Schon seit ich Denken kann, zieht es meine Träume an unbekannte Orte. Früher war es ganz stark Brasilien, dann Amerika, später Australien und heute Hawaii.

Jeder der Reisen liebt, wird das bestätigen können. Das Fernweh hört niemals auf. Selbst wenn man an den schönsten Orten ist, denkt man jedes Mal: „Hier müssen wir noch mal hin!“ und somit können bucket lists auch niemals kürzer, immer nur länger werden.

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Das Jahr reflektieren

Ich muss zugeben, so richtig bewusst Zeit zum reflektieren, Revue passieren lassen und eventuell abschließen meines Jahres habe ich mir nie gegeben. Dafür war einfach zu wenig Zeit zwischen meiner Rückkehr und dem Beginn meines neuen, spannenden Studenten-Lebens.

Aber ich muss auch zugeben, ich glaube nicht wirklich, dass man jemals damit „abschließen“ kann. Denn die Gedanken, Erinnerungen, Gefühle bleiben immer bei einem. Man will sie ja auch gar nicht in einen Karton stecken und in den Dachboden des Gehirns verlagern. Ich denke immer wieder zurück, erzähle von Situationen und Erlebnissen und gerade das hat mich vieles verarbeiten und realisieren lassen, was für ein unglaublich phantastisches Jahr ich hatte und wie Dankbar ich dafür bin.

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Neue Pläne

Und genauso bin ich schon dabei neue Pläne zu schmieden. Urlaube für das nächste Jahr sind bereits 2 gebucht, weitere in Planung und ich bin auch schon wieder am Träumen von Australien und meinem nächsten Besuch. Schon am überlegen, wohin ich dann unbedingt nochmal will und welche neuen Orte ich sehen möchte. Sehe mich bereits wieder an meinem Lieblingsstrand spazieren gehen und das macht alles so viel erträglicher.

Denn Vorfreude

ist die schönste Freude

und nach einer Reise

ist vor einer Reise!

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Ein Kommentar zu „Ein Stück vom Herzen bleibt immer Zurück – Coming Home After 11 Months of Travelling

  1. Ich bin seit etwas über einem Jahr wieder in Deutschland und all die Gefühle die du beschreibst habe ich immer noch. Würde mir morgen jemand anbieten mein Leben in NZ wieder aufzunehmen, ich würde sofort zusagen.
    Für mich ist es kein Loch in das ich gefallen bin, ich stehe eher ständig zwischen zwei Stühlen. Ich mag meinen Job den ich jetzt habe, meine Kollegen und mein Leben hier. Aber ich vermisse auch das Leben in NZ und überlege ständig ob ich nicht einfach nochmal ein anderes Land für ein paar Monate bereisen sollte.
    Aber wer würde die Freiheit nicht vermissen? Wer einmal ein Auslandsjahr gemacht hat, wird immer irgendwo auf der Welt ein zweites zuhause haben. Mein Problem an der Sache ist nur das mein zweites zuhause sehr weit weg ist … :D

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