No Time

Inspiriert und verstanden von diesem Text by melinamandarini möchte ich in diesem Beitrag meine Gedankenwelt über die Zeit, Zeitdruck, vermischt mit einem kleinen bisschen Angst und ganz viel Vorfreude und Spannung mit euch teilen.


In fast genau 3 Monaten fliege ich für eine unbestimmte Zeit nach Australien. Zwei Wochen davon bin ich im Urlaub in Portugal. Durch den Abistress habe ich viele Ideen und Aufgaben auf die Zeit – jetzt – nach meinen Prüfungen geschoben, weil ich der Meinung war, ich hätte ja nicht viel zu tun in der Zeit. Muss nicht zur Schule, nur ein bisschen Arbeiten. Leider merke ich jetzt wie wenig Zeit ich noch habe, bis ich ans andere Ende der Welt fliege. Und ich wollte so so viel vorbereiten.

Nein, ich möchte für meine Reise nicht alles planen und organisieren, aber einige Sachen, wie die Unterkunft für die ersten Tage und das Visa möchte ich vorher haben. Und auch für einen Job wollte ich mich bereits bewerben.

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Zusätzlich habe ich noch so so so viele Sachen, die ich für den Blog vorbereiten möchte. Ich habe so viele Ideen für Blogposts, Dinge die ich verändern oder vorarbeiten und vorschreiben möchte. Damit ich auch dort weiterhin regelmäßig Beiträge veröffentlichen kann.

Gleichzeitig möchte ich auch jetzt den Sommer, das wunderschöne Wetter, meine letzte Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden genießen. Ich will euch viel Content liefern und allgemein präsenter sein und meinen Blog als richtige Arbeit ansehen. Tolle Projekte umsetzen, Ideen ausarbeiten und gleichzeitig mich in vielen Bereichen weiterbilden, dazulernen, mich belesen und damit beschäftigen.

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Alles Dinge, die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und ich arbeite jeden Tag daran. Ich mach es unheimlich gerne und es macht mir riesigen Spaß. Ich weiß auch, dass ich niemals meine komplette To-Do Liste abgearbeitet haben werde – es kommen zu schnell neue Punkte hinzu und das ist okay. Aber gerade habe ich das Gefühl die Zeit rennt mir davon und ich bekomme nichts fertig.

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Vielleicht ist es einfach zu viel. Wahrscheinlich ist es einfach zu viel. Zu viel was ich mir vorgenommen und zu viel was sich angestaut hat. Vor allem viele Aufgaben, die sehr lange brauchen (wie z.B. alle meine älteren Blogposts korrektur zu lesen). Und es ist einfach nicht möglich diese To-Dos zu erledigen, wenn man nebenbei auch noch laufende Sachen zu tun hat und das Leben leben will.

Vielleicht muss ich mich von einigen Aufgaben verabschieden, mich damit abfinden, dass ich mir zu viel vorgenommen habe und mir oft zu viel auflaste. Vielleicht muss ich das einfach so akzeptieren. Ein bisschen neu planen. Prioritäten setzen.

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Aber gleichzeitig möchte ich alles so gut, fast perfekt machen. Denn ich bin eine totale Perfektionistin. Habe alles geplant in meinem Kopf. Ich habe es gerne fein säuberlich vorbereitet und will am Ende ein zufriedenes Häckchen in mein Notitzbuch setzen können. Vielleicht muss ich auch versuchen mich davon ein wenig zu lösen. Vielleicht ist das nur in meiner Planung schön, im wahren Leben aber nicht möglich.

Und von diesem Druck muss ich mich befreien. Druck der in gewissem Maße Spaß macht, mich antreibt, motiviert. Ich mag es zu tun zu haben, Aufgaben, volle To-Do Listen, vor allem mit Aufgaben die ich liebe – und so ist es, denn ich liebe es für meinen Blog zu arbeiten und Sachen für meine Reisen vorbereiten gibt mir die schönste Vorfreude.

Aber zu viel darf es auch nicht sein. Ich muss auch mal genießen, abschalten, ruhen. Etwas, dass mir sehr schwer fällt, denn meine Gedanken sind immer auf Trab…


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In einer dieser Nächte, in denen ich nicht zur Ruhe kam und keinen Schlaf fand, entstanden auch diese Zeilen.

Mein Kopf platzt

Mein Kopf ist so voll
so viele Gedanken wirbeln umher
4:11 Uhr morgens
ich kann nicht mehr schlafen
hellwach.
Denke nach über –
die nächsten Tage und Wochen,
Monate –
die ganzen To-Dos und Erledigungen,
Pläne und Ziele
die ganze Zeit.

Viel Zeit möchte man meinen.
Aber ich komme nicht voran,
bleibe auf der Stelle stehen.
Zumindest gefühlt.
Denn eigentlich renne ich, so schnell ich kann –
vorwärts.
Doch die Listen wachsen,
der Terminkalender füllt sich und ich –
renne weiter,
so schnell ich kann.
Mit einem Lächeln im Gesicht
und einem klopfenden Herzen.
Ein Herz,
das nicht still stehen kann.

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Photos by @anne.vahldieck

 

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Wir Menschen – Merkwürdige Wesen

Wir Menschen sind schon merkwürdige Lebewesen.

Für uns ist das alles total „normal“ und alles was nicht „normal“ ist, ist komisch. Aber beobachten wir uns einmal genauer:

Wir sind Aliens.

Ein glatter, weicher, leicht haariger Bezug über langen und kurzen Stöckern, mit Bändern, Sehnen und Fasern, die uns zusammenhalten und durch die wir uns bewegen können.

Wir haben lange, dicke Haare auf dem Kopf, die wir in die eine Richtung kämmen, weil sie uns schöner vorkommt als die andere.

Einige Stellen bedecken wir vor Scham (oder einfach weil es „normal“ ist) und andere präsentieren wir mit Stolz. Einige Stellen unseres Körpers rasieren wir, weil es schöner / bequemer / hygienischer / „normal“ ist, andere Haare malen wir nach und tuschen sie mit Farbe.

Wir haben Piercings and den Ohren, Bänder an den Armen und Nagellack auf den Fingernägeln. Sind wir nicht merkwürdig?

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Jede einzelne unserer Bewegungen wird durch unser Gehirn ausgelöst, verarbeitet und in unendlich viele Synapsen und Nervenfasern geleitet. Bis zum Muskel, welcher sie dann ausführt. Alles im Bruchteil einer Sekunde ohne, dass wir darüber bewusst nachdenken müssen.

Keiner weiß ganz genau wie Laufen funktioniert. Wir könnten nicht sagen: über Ferse bis zur Fußspitze abrollen, dabei Gewicht auf dieses Bein verlagern, anderes Bein anheben, Knie einknicken, nach vorne bewegen, strecken mit Ferse zuerst aufsetzen… – wir wollen laufen. Und wir laufen.

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Wir haben Zeichen entwickelt, die wir malen und die in verschiedenen Kombinationen verschiedene Dinge bezeichnen und ausdrücken. Laute aus unserem Rachen, die diese Zeichen zusammenfügen und aussprechen und Gegenstände, Formen, Tätigkeiten die dadurch angesprochen werden.

Andere Zeichen – Zahlen, kann man durch Vorgänge verkleinern und vergrößern, auflösen und zusammenfügen und teilweise beschreibt dieses Ergebnis dann einen physikalischen Vorgang oder ein Naturgesetz.

Die 0 ist die kleinste Zahl, hat jemand entschieden, aber wenn man sie an eine 1 hängt verzehnfacht sich der Wert. Wie unlogisch.

Wir haben Nummern und Farben auf Papier gedruckt und wer mehr Nullen auf seinen Scheinen trägt ist reich. Das Papier kann gegen die wertvollsten Dinge eingetauscht werden, ist aber eigentlich auch nur Papier, auf welches wir schreiben.

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Wir haben Dinge erfunden, herausgefunden, entwickelt oder getestet, wovon vorher niemand dachte, dass es möglich sein könnte.

Zu fliegen, in einer Metallkiste, die größer und schwerer ist als jeder Vogel.

Virtuelle Seiten im Internet, überall abrufbar über ein Netz, dass nicht sichtbar ist, worauf jeder zugreifen kann, nirgendwo gespeichert und gleichzeitig überall vorhanden.

Maschinen, denen man über Zeichen sagt, was sie machen sollen und die Dinge ausführen, so schnell, dass wir sie nicht ersetzen könnten.

Wir tun Sachen nur zum Spaß, zur Unterhaltung, die eigentlich komplett sinnfrei sind. Kein Lebewesen auf der Welt tut dies. Überleben ist in unseren Gedanken nicht mehr Priorität Nummer 1, denn sie ist uns gesichert. Gesichert von unserer Gesellschaft – unserem Rudel, der Gruppe, Herde, Schwarm, Sippe. Und trotzdem kämpfen wir oft alleine, gegeneinander.

Manchen Mitgliedern wird viel Beachtung geschenkt, andere ignoriert. Einige sind cool, sympatisch, witzig, schön – andere merkwürdig, langweilig, hässlich und nervig.

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Wir Menschen machen uns verrückt darüber, was andere von uns denken, wie wir aus dem Haus gehen, was wir sagen, wie wir uns benehmen. Wir wollen gefallen, erfolgreich sein, reich, schön, wichtig.

Wichtig? Es gibt von uns über 7 Milliarden, so viele, dass wir eigentlich total egal und unwichtig sind. Oder doch nicht?

Wir alle sind egoistisch und selbstverliebt – ein bisschen. Denn wir wollen ein glückliches Leben für uns kreieren. Wir sind wichtig, besonders, unsere Probleme schwierig, dramatisch und das was wir tun, ist von Bedeutung.

Wir versuchen alle ganz normal zu sein und sind dabei ziemlich merkwürdige Wesen, findest du nicht?

5 Things That Make Me Happy Every Day

Dankbarkeit ist eine Sache, die man so oft wie möglich praktizieren sollte. Optimisten fällt das leichter Dinge zu finden, über die sie sich freuen und für die sie Dankbar sind. Aber man kann es ganz einfach üben, trainieren und sich immer wieder selbst daran erinnern. Und irgendwann wird es zu einer Gewohntheit sich bewusst zu machen wie viel Schönes und Gutes um einen ist, wofür man dankbar sein kann.

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Einige schreiben täglich ein 5 Minute Journal oder versuchen jeden Tag eine Sache zu notieren, für die sie an diesem Tag dankbar sind.

Ich bemühe mich hingegen immer, in jeder Situation in der ich Freude, Glück und Dankbarkeit verspüre innezuhalten, diesem Moment aufzunehmen und in meinem Kopf zu formulieren, dass ich Dankbar für diesen Moment bin.

Für mich funktioniert diese Methode am Besten, da ich nichts aufschreiben muss und mir merken muss, sondern die jeweiligen Momente genieße und mich darauf konzentriere. Jedoch sollte jeder seinen eigenen Weg finden, wie er Dankbarkeit praktiziert.

Wer sich damit noch nicht auseinander gesetzt hat, sollte damit auf jeden Fall anfangen. Es bringt so viel mehr Optimismus, Freude und Glück ins Leben, wenn man sich bewusst wird wie viele Dinge es gibt, für die man Dankbar sei kann – seien es nur Kleinigkeiten.

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Um euch einen Anreiz und vielleicht eine Inspiration zu geben, habe ich hier 10 Dinge aufgeschrieben, die mich fast jeden Tag glücklich machen und für die ich Dankbar bin, dass sie in meinem Leben sind.

1. Vogelgezwitscher. Wenn ich diese Musik in meinen Ohren höre, muss ich automatisch lächeln. Vögel scheinen immer gut gelaunt zu sein und geben mir damit ein Stück gute Laune ab. Außerdem sind diese Melodien auch Botschafter des Frühlings und Sommers und diese Jahreszeiten bedeuten für mich ebenfalls Glück.

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2. Sonnenschein. Macht sofort gute Laune. Egal ob es vielleicht kalt ist, aber wenn ich meine Nase ein bisschen in die Sonne halten kann, geht es mir sofort so viel besser. Und es ist sogar erwiesen, dass Sonnenschein wirklich bessere Laune macht – durch das Vitamin D was mit den Sonnenstrahlen produziert wird.

3. Tun was ich Liebe. Man sollte sich jeden Tag die Zeit nehmen eine Sache zu machen, die einem Freude bereitet, erfüllt und die einen vielleicht auch näher zu seinem Ziel bringt. Sei es morgens eine Runde Joggen, in der Sonne Lesen, schöne Fotos machen, mich zu meiner Australien Reise zu belesen oder mit Freunden einen schönen Nachmittag zu verbringen.

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4. Mit der Familie Essen. Bei uns ist es üblich, dass wir als Familie gemeinsam Essen. Frühstück, am Wochenende auch Mittag und Abends – sofern natürlich nicht jemand was vor hat. Dass sich jeder selbst einfach einen Toast macht oder Cornflakes isst wann er Lust hat gibt es bei uns nicht und dafür bin ich total Dankbar. Nach einem langen Tag ist es schön eine halbe Stunde zusammen zu sitzen und sich von seinem Tag zu berichten – sonst kommt man ja meistens nicht dazu, wenn jeder immer Termine oder Sachen zu tun hat.

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5. Ich. Eine Sache, die man nicht vergessen sollte – sich selbst. Ich bin froh darüber gesund zu sein. Mich bewegen zu können, wie ich es will. Ich bin dankbar eine Optimistin zu sein, organisiert und meist auch diszipliniert. Ich bin froh, dass ich mich schon relativ früh für Umweltschutz und Veganismus interessiere. Dass ich mein Geld nicht für zu viel Zeug rausschmeiße, sondern versuche auf Minimalismus zu setzen. Dass ich fast immer einen Plan habe und trotzdem auch gerne ins kalte Wasser springe. Ich bin dankbar und glücklich über fast alles, was ich bin und der Rest, der gehört auch zu mir.


Dankbarkeit und sich bewusst machen, wofür man alles glücklich sein kann ist unheimlich wichtig. Und falls ihr damit noch nicht selbst angefangen habt, dann kann ich es euch nur ans Herz legen – es wird euer Leben nur bereichern und euren Blickwinkel auf das Positive richten.

Wofür seid ihr Dankbar?