Café Dreams

Auf dem Weg von Irgendwo nach Nirgendwo in Namibia machten wir einen Zwischenstopp in einem Ort. Dort gingen wir in ein Café, von welchem meine Mama bereits etwas in unserem Reiseführer gelesen hatte.

Es gab eine Theke in der der Kuchen ausgestellt war, viele kleine Tische und ein Gang führte in den Hinterhof mit vielen Pflanzen und Bäumen, die vor der Sonne schützten und darunter Picknick-Tische. Der Kuchen schmeckte himmlisch, alles selbstgemacht und mit ganz viel Liebe und Mühe.

IMG-20170716-WA0047.jpg

In Swakopmund saßen wir ebenfalls am Tisch eines Organic Cafés & Bistros. Die Karte bot sogar vegane und glutenfreie Kuchen und Muffins an. Aber es gab auch Frühstück, Pancakes, Paninis oder Burger. Wieder unglaublich leckere Kuchenrezepte mit viel Liebe gebacken.

Ich bin bereits seit längerem immer am Überlegen, was ich später einmal machen möchte. Ich will auf jede Fall einen Job, der mir Spaß macht. Ich mag es zu organisieren, mit neue Ideen und Verbesserungen zu überlegen. Ich liebe Kochen, Backen und Rezepte testen. Ich möchte mit Menschen arbeiten und kreativ sein dürfen.

Also kam mir die Idee ein eigenes Café & Bistro, am liebsten noch ausbaufähig zu einem Bed & Breakfast. Ein Ort an dem ich all diese Vorlieben ausleben kann und ein Weg um meinen Faible für einen veganen, nachhaltigen, saisionalen, bio Lebensstil zu verbreiten.

Die Bilder die ihr im folgenden seht sind Inspirationen von Pinterest!

 

Meine Traumvorstellungen:
  • an einer von Bäumen gesäumten Allee, in einem älteren creme-farbenen Haus
  • zwei große, einladende Schaufenster, die mit Pflanzen dekoriert sind
  • davor einige kleine Tische draußen und weitere Plätze im Hinterhof zwischen blühenden Büschen und von Bäumen abgeschirmt
  • drinnen eine Theke mit ausgestelltem Kuchen des Tages und der Bar, dahinter die Küche
  • eine Ecke mit Regalen, die empfohlene Sachen zum Verkauf anbietet, wie Kochbücher, selbstgemachte Marmelade, vegane Sticker und Beutel usw.
  • auf jedem Tisch stecht ein kleines Blumengesteck oder ein Kaktus
  • alles ist schlicht und minimalistisch gestaltet und sehr creme-farben, holz und evtl. pfirsich-farben und durch die Pflanzen, die überall stehen/hängen auch grün
  • es gibt eine Karte mit vielen verschiedenen Leckereien, die man sich teilweise auch selbst zusammen stellen kann, wie Bagels, Pancakes, Waffeln, Sandwich’s, Kuchen, Porridge/Müsli und Frühstücksteller und eine saisonale Karte mit speziellen Gerichten für die Jahreszeit
  • am Wochenende veranstalten wir einen riesiges Brunchbuffet mit den besten veganen Frühstücks-Leckereien und neuen Kreationen
  • in der zweiten Etage des Cafés befinden sich dann 2-3 Zimmer, die als Bed&Breakfast vermietet werden können
  • in diesen macht man Werbung für nachhaltige, ohne-Kinderarbeit-hergestellte Möbel/Deko/Textilien und ökologische, vegane, tierversuchs-freie Kosmetikprodukte (die man im Bad als Proben zur Verfügung stellt)

 

Coole Ideen, die man umsetzen könnte:
  • Rezept-Test Veranstaltungen, bei denen man sich anmelden kann und zusammen mit anderen neue aufregende Rezepte probiert und bewertet
  • Kuchen Bestellungen für z.B. Geburtstagstorten
  • das Café für Veranstaltungen vermieten und für das Catering zuständig sein oder nur das Catering zu einer Veranstaltung liefern (im kleinen Rahmen)
  • Flyer und Info’s zu einem nachhaltigen/ veganen Lebensstil auslegen
  • auf den Tischen Bewertungsbögen auslegen, auf denen man schreiben/ ankreuzen kann was einem am Essen/Deko/Ambiente/Bedienung gefällt oder nicht gefällt bzw. Verbesserungsvorschläge
  • vegane Koch und Back-Kurse veranstalten

Es gibt einfach so viele Möglichkeiten, so viel Freiraum für Kreativität und Ideen, dass ich schon jetzt total Lust dazu hätte!

DSC_0152.JPG

Allerdings ist solch ein Projekt natürlich auch nicht ganz einfach umzusetzen. Man braucht erstmal viel Geld für den Anfang um das Projekt starten zu können und zum rollen zu bringen. Einen geeigneten Standort mit vorhandenem Kundenpotential, ein gutes Gebäude, Angestellte die dieses Projekt mit Liebe und Mühe unterstützen und hinter dem Konzept stehen und muss natürlich auch selbst seeehr viel Arbeit, Zeit, Liebe und Mühe hinein stecken.

Ob ich diese Idee irgendwann umsetzen werde, wird sich zeigen. Auf jeden Fall macht es Spaß sich darüber Gedanken zu machen und es ist für mich ja auch noch eine Weile hin, bis ich wirklich darüber nachdenken kann mich selbstständig zu machen und ein Café zu eröffnen.

Ich bin gespannt welchen Weg ich in meiner Zukunft gehen werde!

Unterschrift (2)

Advertisements

Places I Want to Travel to in Fall #7

“ It’s better to see something once than to hear about it a thousand times „

Herbst ist irgendwie eine magische Zeit, etwas Besonderes, weswegen es umso schöner ist einige Orte auf der Welt einmal zu dieser Jahreszeit besuchen zu können.

New York

Nach New York möchte ich sowieso mindestens einmal in meinem Leben, aber vor allem im Herbst stelle ich mir die Stadt irgendwie ganz besonders toll vor. Der Central Park leuchtet in orange und rot und an allen Hauseingängen stehen Kürbise und Halloween Dekorationen – zumindest ist so meine Wunschvorstellung :D

Aber auch zu Weihnachten, mit Schnee oder zu Silvester muss New York ein Traum sein!

Brighton, UK

Ich bin seit ca. einer Woche total verrückt nach Zoellas Vlogs. Nicht nur, dass ihr britisches Englisch einfach so cool klingt, sondern sie ist auch echt witzig und ihre Vlogs sind immer sehr „interessant“ und einfach super zum entspannen – ich schaue ja kein TV, sondern nur YouTube.

Auf jeden Fall wohnt Zoe in Brighton und die Stadt sieht so unglaublich schön aus, dass ich sie gerne einmal besuchen möchte. Im Sommer ist das sicherlich auch unglaublich schön, aber da Zoe den Herbst bzw. die Weihnachtszeit so sehr mag, hat sie mir das irgendwie schmackhaft geredet :D

Außerdem kann man die Stadt zusätzlich auch noch wunderbar mit einem London Trip verbinden! In der Hauptstadt war ich zwar schon, aber das ist schon ziemlich lange her und sie ist immer sehenswert denke ich :)

Melbourne, Australia

Eine Stadt, die ich höchstwahrscheinlich im nächsten Herbst anfliegen werde, um dort den Frühling zu genießen. Denn auch wenn ich den Herbst wirklich sehr schön finde (vor allem, wenn die Sonne scheint!) geht einfach nichts über Frühling und Sommer. Ich bin einfach der warme, sonnig Mensch!

Das witzige ist, dass es in Melbourne einen Brighton Beach gibt :D (Bild unten rechts) an dem ähnliche kleine Strandhäuschen stehen, wie in Brighton selbst.

Marocco

Dieses Land stelle ich mir so so unglaublich bezaubernd vor und ich bin sicher, dass ich es lieben werde! Vor allem im Herbst sind die Temperaturen sicherlich angenehmer und auch am Tage in der Sonne auszuhalten, weswegen ich es mir perfekt für eine Rundreise und Entdeckungstour durch das Land vorstelle.


Was meint ihr? Welche Städte würdet ihr gerne in der Herbstzeit einmal besuchen oder wohin geht es eventuell sogar diesen Herbst für euch?

Auf Safari im Etosha Nationalpark | Namibia 2017

Die Dichter der Tiere auf den km² ist in Namibia sehr hoch, was bedeutet, dass die Chance ziemlich hoch ist auch wirklich alle Tiere sehen zu können.

Wir hatten wirklich großes Glück auf unseren Safaris und von unseren Tier-Abenteuern möchte ich heute ein bisschen mehr berichten.

In meinem Travelguide bin ich schon ein wenig auf die Tiere im Allgemeinen eingegangen, hier soll es jetzt jedoch genau um unsere Safaris und Touren in Namibia gehen.

Die Meisten Tiere haben wir im Etosha Nationalpark, welcher auch dafür bekannt ist und deswegen auch bei keiner Namibia Reise fehlen darf, gesehen. Dort herrscht die größte Dichte an Wildtieren und es gibt an jedem Wasserloch etwas zu sehen.

DSC_0800.JPG
Auch diesen unglaublich schönen Vogel haben wir zwei Mal gesehen. Wenn er fliegt sieht er sogar noch schöner und leuchtender aus, allerdings weiß ich leider nicht wie er heißt…

Der Nationalpark liegt im Norden Namibias und in seinem Zentrum liegt die Etosha Pan, eine riesige Salzpfanne und ehemaliger See. Drumherum liegen viele natürliche oder angelegte Wasserlöcher, die mit Schotterstraßen (mehr dazu hier!) verbunden sind und an denen man Tiere von seinem Auto aus beobachten kann. Aussteigen ist im kompletten Etosha untersagt, außer natürlich in den eingezäunten Camps.

Übernachtet haben wir einmal direkt vor dem Andersson Eingang, zwei Nächte im Etosha im Halali Camp und eine weitere Nacht kurz außerhalb des Lindequist Gates. Somit hatten wir drei Tage effektiv Safari im Etosha. Das Halali Camp hat uns, gegen unsere Befürchtungen und Beschreibungen des Reiseführers, relativ gut gefallen. Es war natürlich nicht so liebevoll und qualitativ wie einige andere Unterkünfte in denen wir waren, aber die Zimmer waren gut und es hat einen entscheidenden Vorteil im Nationalpark zu übernachten: Die Camps haben eine eigene Wasserstelle, die man von einem Plateau aus sehr Nah und ohne im Auto zu sitzen beobachten konnte. Dort waren wir an beiden Abenden und es war goldwert! Außerdem muss man sich morgens nicht erst an den Toren anstellen um herein gelassen zu werden. Allerdings darf man natürlich auch als Camp-Gast nicht in der Nacht im Park herum fahren, sondern muss vor dem Dunkelwerden im Camp eintreffen.

So. Jetzt geht es aber wirklich los mit unseren Tier-Erlebnissen!

DSC_0416DSC_0408

Am Anfang ist es natürlich unglaublich toll überhaupt Tiere zu sehen. Deswegen stoppt man dann auch bei jedem Springbock und jedem Zebra. Davon gibt es zwar super viele, aber es ist trotzdem der Wahnsinn sie so nah und zutraulich (sie springen oft erst kurz bevor das Auto sie berührt davon!) beobachten zu können. Außerdem sind diese Tiere einfach nur wunderschön. Die Antilopen haben alle so riesige Ohren und bohren sich mit ihrer spitzen Zunge in den Nasenlöchern :D Aber seht einfach selbst…

DSC_0965 (4).JPG

Die Oryx-Antilope ist das Wappentier von Namibia und auch oft zu sehen. Allerdings sind die Tiere sehr scheu und ergreifen oft die Flucht, bevor man überhaupt die Kamera in der Hand hat. Wunderschön sind sie allemal und ihre Färbung und die riesigen langen Hörner.

DSC_0442

 

DSC_0482
Zebras trifft man gerne in riesigen Herden an und uns ist aufgefallen, dass sie eigentlich gar nicht schwarz-weiß, sondern viel mehr hellbraun-schwarz sind. 

DSC_0187 (2).JPG

DSC_0586.JPG
Die Impala Antilopen sieht man weniger oft als die Springböcke. Sie haben wunderschönes braunes Fell, große Ohren und riesige Augen, außerdem sind sie größer als die Springböcke.
DSC_0904.JPG
Ein Springbockmännchen bei der Mittagspause

 

DSC_0354 (3).JPG
Auch Strauße sieht man relativ oft. Die Tiere sind wirklich wunderschön, aber auch sehr aggressiv, vor allem wenn sie Junge haben und unglaublich groß!

DSC_0942.JPG

In Kudus habe ich mich verliebt. Ich kannte diese Antilopenart vorher gar nicht und man sieht sie im Nationalpark auch nicht allzu oft. Sie sind sehr scheu und ängstlich, obwohl sie so groß sind. Die Männchen haben ein wunderschönes gedrehtes Geweih, aber auch die Weibchen sind sehr schön, mit ihren großen Ohren und Augen und den leichten Streifen auf dem Rücken (als würde Vogelkacke herunterlaufen :D nur schöner!)

DSC_0198 (2).JPG

DSC_0108 (2)Elefanten

 

Etwas besonderer sind dann schon die Elefanten, obwohl man auch sie wirklich oft an den Wasserlöchern antrifft. Meist sind es Gruppen mit ca. 12 Tieren, viele davon noch Junge oder sogar wirklich kleine Babys. Etwas ganz besonderes war es dann als wir am letzten Tag eine große Herde von Bullen gesehen haben. Sie waren wirklich riesengroß und einer hat sogar direkt vor uns die Straße überquert. Was für ein Gefühl!

DSC_0348 (5).JPG

Eine besondere Art von Elefanten, die Bergelefanten, haben wir sogar schon vor dem Etosha, bei den Twyfelfontains gesehen. Diese sind etwas kleiner gebaut und können richtig in den Bergen „klettern“.

DSC_0484 (5).JPG

Ein Bergelefant hat auf einem Campingplatz sogar aus dem Wasserhahn getrunken :D War wirklich witzig zu beobachten, wie er immer wieder mit seinem Rüssel am Hahn angedockt und ihn voll laufen lassen hat.

DSC_0111 (2)
Der riesige Bulle kam unserem Auto so nah und es war toll ihn so nah beobachten zu können, wie er gemächlich die Straße überquerte.
DSC_0639
Wie süße ist der Kleine den bitte?

DSC_0876.JPG

Giraffen

Giraffen trifft man hingegen schon etwas seltener an, womit ich gar nicht gerechnet habe. Aber natürlich konnten wir sie trotzdem ein paar Mal relativ nah sehen und es ist so Wahnsinn, wie diese Tiere mit ihrer geschickten Zunge an Blätter gelangen, die von Dornen, so groß wie Zahnstocher, beschützt werden.

DSC_0736 (2).JPG

DSC_0155 (2).JPG
Könnt ihr die Dornen am Strauch erkennen? Da ist mehr Dorn als Grünes, aber die Giraffen suchen sich trotzdem alles raus, was sie kriegen können.

DSC_0919.JPG

Es ist Wahnsinn, wie schnell sich diese langen Tiere trotz ihrer dünnen Beinchen auf dem steinigen und unebenen Boden bewegen können. Ich habe sogar eine beim galoppieren gesehen! Nur leider beim Trinken konnten wir keine beobachten, das ist sicherlich auch ein tolles Spektakel wenn sie ihre Beine so breit hinstellen!

DSC_0884.JPG

Die Bullen sind wesentlich dunkler gefärbt und auch um einiges größer als die Jungtiere (logisch!) und auch das Weibchen. Während die anderen ihre Köpfe zwischen die Büsche stecken und fressen, hält es meistens Ausschau.

DSC_0598 (2).JPG

Nashörner

Im Etosha selbst haben wir nur am Abend Spitzmaulnashörner, am Wasserloch unseres Camps, beobachten können. Da diese Art Einzelgänger und ziemlich aggressiv sind, war es ein Schauspiel sich zu zwei oder zu dritt um das Wasserloch streiten zu sehen.

DSC_0061 (2).JPG

Ein wirklich außergewöhnliches Abenteuer hatten wir dann bei unserer Hippo-Sundowner-Tour am Waterberg Plateau, die von unserer Lodge (Wabi-Lodge) angeboten wurde.

DSC_0493 (2).JPG
Dort gab es allerdings Breitmaulnashörner zu sehen. Diese sind wesentlich ruhiger und geselliger.

IMG-20170716-WA0149.jpg

Die Tour brachte uns zu der Wasserstelle der Nilpferde, allerdings waren zu dem Zeitpunkt auch die Nashörner am Wasser und somit konnten wir beide Arten zusammen beim Fressen beobachten. Eigentlich wird nur ein Hippo der Gruppe gefüttert, da dieses ein kaputtes Bein hat und nicht aus dem Wasser kommen kann und alle anderen versorgen sich selbst, allerdings nehmen sich natürlich auch alle anderen was sie kriegen können.

Da Breitmaulnashörner nicht aggressiv sind und Hippos auch nur Menschen im Wasser angreifen, konnten wir bei der Tour sogar aussteigen und die Tiere total nah sehen. Ein wahnsinnig tolles Erlebnis!

DSC_0650 (2).JPG

Nilpferde

Hippos konnten wir ebenfalls bei dieser Tour am Waterberg beobachten, denn im Etosha gibt es sie nicht. Eigentlich auch nicht am Waterberg, aber dort wurden sie hingebracht und ausgewildert, denn eigentlich brauchen Hippos viel Wasser und das gibt es in Namibia nicht.

DSC_0687 (2)

Besonders schön sind Nilpferde in der Tat nicht. Einfach nur rund und ihr Kopf bzw. ihre Augen wirken immer ein bisschen aggressiv, was sie auch sind. Ob ihr es glaubt oder nicht aber Nilpferde sind mit die gefährlichsten Tiere in Afrika.

DSC_0949 (2).JPG

Geparden

Geparden waren eigentlich immer eins meiner Lieblingstiere von Afrika, bis sie auf unserer Reise von Leoparden abgelöst wurden. Zu beginn unserer Reise haben wir in der Hammerstein Lodge einen aufgezogenen und im Gehege lebenden Geparden von Nahem gesehen. Dieser war total vollgefressen und nicht besonders elegant und sportlich, wie die Tiere es sonst sind. Im Etosha hatten wir dann allerdings kein Glück sie nochmal in freier Wildbahn zu sehen. Dazu ist es dann erst bei unserer letzten Station im Okonjima Plaints Camp, der AfriCat Foundation gekommen. Dort haben wir ein unglaubliches Schauspiel hautnah miterleben dürfen: eine richtige Jagtszene und wir mittendrin! 

DSC_0287 (3).JPG
Die vollgefressene Geparden-Dame im Gehege war total faul und müde. 
DSC_0806 (2).JPG
Die Tiere von AfriCat sind mit Funkhalsbändern ausgestattet, damit die Guides sie finden können. 

DSC_0853 (2).JPG

Was auf unserer Tour geschah: Es war früh am morgen und fuhren in einem offenen Geländewagen durch die Landschaft. Die Sonne war schon aufgegangen und unser Guide suchte mit seinem Funkgerät nach Cheetahs, Geparden. Als er welche in unserer Gegend aufspürte, folgten wir dem Signal und sahen sie im Schatten zu zweit liegen. Geparden sind nicht gefährlich oder aggressiv, weswegen wir aussteigen durften und auf ca. 10 Metern zu ihnen gingen. Währenddessen ortete unser Guide einen Leoparden, der ebenfalls in unserer Gegend war. Diese sind wesentlich gefährlicher und man möchte ihnen lieber aus dem sicheren Auto, als zu Fuß begegnen (auch wenn das Auto offen ist, haben die Leoparden davor Respekt). Plötzlich sprang der eine Gepard auf und schlich leise und elegant in eine bestimmte Richtung. Wie wir schnell erkannten befand sich dort eine kleine Herde mit Oryx Antilopen und einem Oryx-Kalb, welches ca. eine Woche alt war. Wir gingen also schnell zu unserem Auto zurück und fuhren ein Stück näher, allerdings von der anderen Seite des Gebüschs, dort wo unser Guide den Leoparden vermutete… und da war er:

DSC_0877 (2).JPG

Leoparden

Auch der Leopard beobachtete das kleine Oryx-Kalb und schlich sich langsam näher heran. Die Geparden waren auf der anderen Seite des Gebüschs.

DSC_0893 (2).JPG

Dann rannte er auf das Oryx Kalb und seine Mutter zu. Dieses verteidigte ihr Kleines mit ihren langen spitzen Hörnern und man hörte Katzen-Fauchen und Huftier-Schnauben. Dem Leoparden gefielen aber auch die Geparden in seinem Revier und an seiner Beute nicht und er verjagte diese zuerst und rannte ihnen hinterher bis sie verschwanden um sich dann wieder seiner Beute zu widmen.

Wir sind uns ziemlich sicher, dass das Oryx Kalb diesen Tag wohl nicht überlebt hat, auch wenn wir es nicht weiter gesehen haben. Es war total spannend und aufregend bei so einer Jagd dabei zu sein und auch unser Guide meinte, dass dies eine sehr besondere Situation war.

DSC_0938 (2).JPG

Den spannendsten Moment mit Leoparden, Geparden und einem kleinen Oryx-Kalb, habe ich jetzt schon vorweg genommen, aber auch im Etosha hatten wir riesiges Glück. Es ist wirklich total unwahrscheinlich diese Tiere in der Natur zu sehen und es gibt auch nicht besonders viele von ihnen. Sie leben in der Bush- bzw. Baumlandschaft und können sich dort am Tage sehr gut verstecken. Außerdem sind Leoparden immer einzeln unterwegs und sehr aggressiv gegenüber anderen Tieren in ihrem Revier. Deswegen weiß man auch nicht genau wie viele es im Etosha wirklich gibt, aber es sind wenige.

DSC_0125 (2).JPG

Wir fuhren also gerade eine kleine Straße, auf dem Weg zu einem Wasserloch entlang. Im Hintergrund ca. 200 Meter entfernt Büsche und Bäume. Plötzlich stößt mein Papa einen erschrockenen Laut aus, tritt auf die Bremse und bekommt vor Aufregung den Rückwärtsgang gar nicht rein. Dann können auch wir ihn sehen. Ein großer männlicher Leopard streift entspannt 2-3 Meter vom Weg durch das hohe Gras und ist nach ein paar Metern gar nicht mehr zu erkennen. Zum Glück hatte mein Papa ihn im Augenwinkel im Spiegel entdeckt, denn schon 30 Sekunden später hätten wir ihn nicht mehr gesehen.

DSC_0747.JPG

Löwen

Jetzt kommen wir schon zum großen Finale: Löwen. Gegen unsere Befürchtungen, war es sogar ziemlich einfach sie zu sehen. Insgesamt haben wir 16 Stück beobachten können, wovon zwei männliche Löwen waren.

DSC_0069 (2).JPG
Der König! Allerdings zu faul um sich mal richtig zu zeigen, döst er nur in der Sonne.

DSC_0742.JPG

Wir hatten das Glück, dass uns jemand an einer Weggabelung darauf hingewiesen hat, dass in diese Richtung zwei Löwinnen an der Straße liegen. Zuerst lagen sie 10 Meter von uns entfernt, allerdings ist dann die eine aufgestanden und wirklich nur 3 Meter entfernt an unserem Auto entland gelaufen.

DSC_0757.JPG

DSC_0741.JPG

Ich war so so unglaublich glücklich! Einen Löwen überhaupt zu sehen, in freier Natur und dann auch noch so unglaublich nah, sodass man auf den Bildern auch wirklich sieht wie wunderschön diese Tiere sind. Ich bin noch immer überwältigt!

DSC_0686

Löwen sind wirklich total faule Tiere und liegen gern rum. Wenn sie sich wirklich hinlegen, kann man sie auch im Gras nicht sehen. Zum Glück checken sie aber immer mal wieder die Lage und beobachten andere Tiere, aber jagen tun sie nur, wenn sie wirklich hungrig sind und nie zum Spaß.

DSC_0969.JPG

Die Löwen beobachten die Lage am Wasserloch, angreifen würden sie eine so große Gruppe jedoch nie. Vor allem nicht, wenn es so viel Auswahl an Antilopen und Zebras gibt.


DSC_0239 (5)DSC_0073 (5)

Von einigen anderen tierischen Gestalten, die wir bei Ausflügen von Swakopmund aus gesehen habe, berichte ich in meinem zweiten Teil des Travelguides.


Ich kann immer noch nicht ganz glauben, was ich alles für unglaubliche Abenteuer erlebt habe und bin unglaublich dankbar dafür diese Tiere live in freier Wildbahn erlebt zu haben.