Christmas is the Time for Gratitude – Wofür bist du Dankbar dieses Jahr?

Ich praktiziere jeden Tag Dankbarkeit. Das habe ich mir vor ein paar Jahren angewöhnt. Die kleinen Dinge im Leben wahrzunehmen. Sich glücklich zu schätzen, für das was man hat. Das macht glücklich.

Jetzt, wo sich das Jahr dem Ende zuneigt und wir in der besinnlichen Weihnachtszeit stecken, möchte ich das Thema Dankbarkeit noch mal extra in eure Sinne rufen, falls es dort nicht ohnehin bereits ist.

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Denn man dankbar in das neue Jahr startet, wird man in 2020 noch mehr Dinge erleben, für die man dankbar sein kann.

Wofür bist du dieses Jahr dankbar?

Ich bin unheimlich dankbar, dass ich dieses Jahr wieder mit meiner ganzen Familie Weihnachten feiern kann. Vor allem, weil das im letzten Jahr nicht der Fall war. Ich muss zugeben, ich hatte ein wenig Angst es würde vielleicht nicht mehr mit allen, gesund und munter möglich sein, wer weiß das schon. Deshalb bin ich so so unglaublich dankbar für die Gesundheit meiner ganzen Familie.

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Und dann habe ich auch noch das Glück, dass meine Familie auf der anderen Seite der Welt in mein Leben getreten ist. Eine große Familie war schon immer das aller schönste für mich und meine ist in diesem Jahr noch mal gewachsen. Auch wenn es bedeutet, dass mein Herz oft schmerzt, weil ich sie so sehr vermisse.

Liebe wächst, wenn man sie teilt.

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Vielleicht hatte ich auch ein bisschen Angst davor geliebte Freunde durch meine lange Abwesenheit zu verlieren. Deshalb bin ich umso dankbarer, dass meine Freundschaften nur noch enger geworden sind, mit den Menschen die mir wirklich viel bedeuten.

Ein neues zu Hause zu finden, muss ebenfalls nicht so einfach sein. Ich bin so dankbar, dass es mir so gut gelungen ist und ich sozusagen mit offenen Armen empfangen wurde, mich richtig wohl fühle und auch dazu wunderbare neue Menschen in mein Leben getreten sind.

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Ebenfalls unheimlich dankbar bin ich, dass meine neue Lebensweise mich ebenfalls erfüllt und ich mich glücklich fühle. Ich habe in diesem Jahr gelernt, dass auch Routine, ein festes zu Hause und Aufgaben mich erfüllen und nicht nur das Abenteuer und Reisen, sondern eben eine gute Mischung aus beidem.

Dankbar bin ich einfach für dieses ganze unglaubliche Jahr. Die Erfahrungen, Erlebnisse, Erinnerungen… es ist so viel passiert und ich werde mich für immer an dieses ereignisreiche Jahr erinnern.

Wie besonders es ist, dass ich bereits so viel Reisen und sehen durfte auf dieser Welt. Ein ganzes Jahr voller Abenteuer, die Möglichkeiten, die ich habe und die Unterstützung von Eltern, Freunden und Familie bei allem was ich tue.

Wofür bist du in diesem Jahr besonders Dankbar?

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Ein Stück vom Herzen bleibt immer Zurück – Coming Home After 11 Months of Travelling

Seit August bin ich nun bereits zurück in Deutschland.

Vier Monate und es fühlt sich einerseits an, als hätte ich mein Leben in Deutschland nie verlassen, andererseits bin ich noch immer unheimlich Dankbar für die Dinge, die ich an zu Hause so sehr vermisst hatte. Und dann ist da noch dieses Verarbeiten. Ein Teil von meinem Herzen wird aber wohl immer in Australien bleiben. Mein „neues“ Leben hier ist einerseits noch immer total aufregend, andererseits bereits Alltag.

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Fällt man wirklich in ein Loch, wenn man zurück kommt?

Schon bevor ich überhaupt weg geflogen bin, hat man mir prophezeit, dass ich ganz sicher Schwierigkeiten haben werde mich wieder an einen Alltag in Deutschland zu gewöhnen. Viele können sich nicht vorstellen danach wieder eine Routine und ein „normales und langweiliges“ Leben zu führen. Rutschen in eine depressive Gefühlswelt nachdem das Hoch der Wiedersehens-Freude verflogen ist.

In ein wirkliches depressives Loch bin ich persönlich aber nie gefallen. Ich glaube, dafür bin ich einfach ein zu positiver Mensch, habe mich zu sehr auf Freunde & Familie gefreut, und auch auf eine Routine und einen Alltag. Denn das habe ich auf meiner Reise auch hin und wieder vermisst. Außerdem sind auch so viele spannende und neue Dinge in mein Leben gekommen, es war gar nicht so viel Zeit für negative Gedanken.

Vermissen tue ich mein 2. zu Hause und mein Traumland natürlich trotzdem jeden Tag. Meine AuPair Familie und Kids, so wie ich meine „richtige“ Familie vermisst habe, als ich in Australien war. Und natürlich das Leben, die Freiheit und das Land mit all seinen traumhaften Gegebenheiten. Diese Freundlichkeit, Offenheit, all meine Möglichkeiten, die Sonne, das Meer, die Strände, das Essen, die Sprache, die Menschen, meine Freunde. Und ja, da schwelgt man schon manchmal in etwas bedauernde Gefühle ab, aber ich denke das lässt sich gar nicht vermeiden.

 

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Heimweh nach meinem zweiten Zu Hause

Fernweh oder Heimweh – die gehört immer zu meinem Leben dazu. Bloß, dass ich jetzt, wo ich in Deutschland bin, Heimweh nach Australien und Fernweh nach neuen, unbekannten Orten habe.

Aber gäbe es überhaupt eine Option ohne diese Gefühle? Es sind vielleicht schmerzhafte Gefühle, manchmal weniger und manchmal so sehr, dass sie mich Nachts wachhalten und in meiner Brust ziehen. Aber als gypsy wird man geboren, das habe ich bereits von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen, somit kann ich mir ein Leben ohne diese Gefühle ohnehin nicht vorstellen.

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Fernweh hört nie auf

Schon seit ich Denken kann, zieht es meine Träume an unbekannte Orte. Früher war es ganz stark Brasilien, dann Amerika, später Australien und heute Hawaii.

Jeder der Reisen liebt, wird das bestätigen können. Das Fernweh hört niemals auf. Selbst wenn man an den schönsten Orten ist, denkt man jedes Mal: „Hier müssen wir noch mal hin!“ und somit können bucket lists auch niemals kürzer, immer nur länger werden.

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Das Jahr reflektieren

Ich muss zugeben, so richtig bewusst Zeit zum reflektieren, Revue passieren lassen und eventuell abschließen meines Jahres habe ich mir nie gegeben. Dafür war einfach zu wenig Zeit zwischen meiner Rückkehr und dem Beginn meines neuen, spannenden Studenten-Lebens.

Aber ich muss auch zugeben, ich glaube nicht wirklich, dass man jemals damit „abschließen“ kann. Denn die Gedanken, Erinnerungen, Gefühle bleiben immer bei einem. Man will sie ja auch gar nicht in einen Karton stecken und in den Dachboden des Gehirns verlagern. Ich denke immer wieder zurück, erzähle von Situationen und Erlebnissen und gerade das hat mich vieles verarbeiten und realisieren lassen, was für ein unglaublich phantastisches Jahr ich hatte und wie Dankbar ich dafür bin.

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Neue Pläne

Und genauso bin ich schon dabei neue Pläne zu schmieden. Urlaube für das nächste Jahr sind bereits 2 gebucht, weitere in Planung und ich bin auch schon wieder am Träumen von Australien und meinem nächsten Besuch. Schon am überlegen, wohin ich dann unbedingt nochmal will und welche neuen Orte ich sehen möchte. Sehe mich bereits wieder an meinem Lieblingsstrand spazieren gehen und das macht alles so viel erträglicher.

Denn Vorfreude

ist die schönste Freude

und nach einer Reise

ist vor einer Reise!

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Back in the Blogging Game – Selbstzweifel in der Online-Welt | Gedankenchaos

It’s been a long while seit es hier auf dem Blog etwas von mir zu lesen gab und das hat nicht nur etwas damit zu tun, dass ich die letzten Monate meiner Reise voll und ganz genießen wollte, sondern auch viel mit Selbstzweifeln, Unsicherheiten und nicht-genau-wissen-was-ich-hier-machen-will.

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Ich glaube das kennt jeder mit einem Blog, YouTube Kanal oder nicht ausschließlich privatem Instagram Account. Man kommt manchmal in Phasen in denen man alles in Frage stellt, egal wie viele Follower, Leser oder Zuschauer. Warum man sich diesen Stress antut, die ganze Arbeit, die Selbstkritik, komische Kommentare oder Kritik und einfach dieses „Extra“ worauf viele andere Menschen in ihrem Leben auch gut verzichten können.

Seit über drei Monaten habe ich das alles hier für unbestimmte Zeit einfach mal sein lassen. Einfach nur mein offline Leben gelebt, genossen, ausgekostet, um zu schauen, ob ich etwas vermisse und ob ich wieder Lust darauf habe weiter zu machen.

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Anfangs war ich noch fest davon überzeugt bald wieder zu schreiben und zu posten, aber es zog sich immer weiter und weiter hin. Bis ich feststellte, dass ich es nicht mehr so wichtig finden möchte ob ein gutes Bild bei einer schönen Location entstanden ist und mich auch nicht mehr zwang irgendwelche Ideen umzusetzen oder Momente einzufangen nur weil ich wusste ich würde mich später, beim schreiben eines Posts, ärgern, dass es dazu keine Momentaufnahme gab.

Fotografieren tat ich deshalb trotzdem gerne, aber ohne bestimmten Hintergedanken. Einfach um später zurückscrollen zu können und in Erinnerungen zu schwelgen.

Ideen schwirrten trotzdem in meinem Kopf und Notizen machte ich ebenfalls. Aber ich schrieb nie komplette Texte oder arbeitete irgendwas an meinem Laptop. Ich wollte erstmal wieder Inspiration sammeln und wieder richtig Lust auf Schreiben bekommen. Und genau dieser Wunsch wurde durch meine ganzen Unsicherheiten und Zweifel immer wieder aufgeschoben.

Ich wollte es mal wieder perfekt machen, gleich wieder richtig motiviert durchstarten, regelmäßig dabei bleiben und irgendwie auch etwas an meiner Themenwelt ändern, da sich auch meine Interessen etwas verschoben hatten. Aber ich wusste nicht wie genau ich mir das vorstelle und bevor ich mir nicht sicher war, wollte ich gar nicht anfangen. Ich habe lieber erstmal weitergegrübelt, Pro- und Con-Listen in meinem Kopf erstellt und mir den Kopf zerbrochen anstatt einfach zu machen.

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Eine weitere Sache habe ich dann auch noch über mich lernen können: ich bin ein mitteilungsbedürftiger Mensch. Nicht in der Hinsicht viel Aufmerksamkeit in einer Gruppe zu brauchen, sondern ich rede einfach gerne, tausche mich mit Leuten aus und mag es vor allem über Themen zu diskutieren die mich interessieren. Meinen Horizont erweitern und lernen. Und das war auch der Grund weshalb ich meinen Blog gestartet habe. Als Austausch und Anregung mich mit Themen zu beschäftigen. Meine Gedanken loszuwerden und mit Menschen darüber zu sprechen.

Und das ist es was mir auch die letzten Wochen und Monate am meisten gefehlt hat: Gedanken und Ideen umsetzen und dabei kreativ sein und mich weiter entwickeln.

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Komischerweise war ich gerade dann letzte Woche zum Entschluss gekommen es erstmal zu lassen. Einfach, weil ich mir so unsicher war und ich mich mit dieser Unsicherheit und den Selbstzweifeln nicht selbst dazu überreden wollte wieder anzufangen. Wenn ich es mache, dann richtig und mit Herz, Liebe, Mühe und Freude dabei. Aber dieser Entschluss hat mich dann irgendwie doch nicht zu der erhofften Erleichterung und inneren Ruhe gebracht, wie ich es dachte.

Gestern erklärte ich dann jemandem meine Situation und meine Unsicherheit und den Grund weswegen ich gerade so unsicher war. Das wirkliche Problem sind nämlich meine eigenen Gedanken und Erwartungen. Das ich es gedanklich einfach zu Ernst sehe und mir dadurch selbst zu viel Druck aufbaue. Perfektionistisch.

Und er sagte dann: „Aber das ist ja eigentlich auch ganz gut“ und diese Sichtweise scheine ich gebraucht zu haben. Die Erinnerung, dass es doch gut ist sich selbst eine Aufgabe zu geben, eine Arbeit, seine Zeit sinnvoll zu nutzen. Auch einer der größten Gründe weswegen ich diesen Blog begonnen habe. Weil ich es liebe etwas Sinnvolles zu machen, produktiv zu sein.

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Das schien mir gefehlt zu haben: Ich hatte vergessen warum dieser Druck, die Arbeit und Mühe, der vermeintliche „Stress“ doch auch positiv ist und ich das mag. Vor allem wenn ich ihn sogar selbst in der Hand habe. Ich muss nicht diese Selbstzweifel haben nicht gut genug zu sein, nicht „perfekt“, nicht genug. Das hängt alles ganz allein von mir ab.

Und scheinbar habe ich diese offline Zeit gebraucht um mir über einige dieser Sachen klar zu werden. Das es nicht immer MUSS. Ich MUSS keinen Stress haben, MUSS mir selbst keinen Druck machen und MUSS einfach auch meine eigenen, manchmal zu hoch gestellten Anforderungen nicht erfüllen.

Ich DARF machen was ich will, worauf ich Lust habe und was mir eben Spaß macht, wo wann und wie ich möchte. 

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Schreibt mir doch gerne mal, was euch dazu im Kopf rumschwirrt. Lasst uns uns Austauschen, uns gegenseitig helfen, Tipps geben oder auch einfach nur unsere Gedanken loswerden!