Wir Menschen – Merkwürdige Wesen

Wir Menschen sind schon merkwürdige Lebewesen.

Für uns ist das alles total „normal“ und alles was nicht „normal“ ist, ist komisch. Aber beobachten wir uns einmal genauer:

Wir sind Aliens.

Ein glatter, weicher, leicht haariger Bezug über langen und kurzen Stöckern, mit Bändern, Sehnen und Fasern, die uns zusammenhalten und durch die wir uns bewegen können.

Wir haben lange, dicke Haare auf dem Kopf, die wir in die eine Richtung kämmen, weil sie uns schöner vorkommt als die andere.

Einige Stellen bedecken wir vor Scham (oder einfach weil es „normal“ ist) und andere präsentieren wir mit Stolz. Einige Stellen unseres Körpers rasieren wir, weil es schöner / bequemer / hygienischer / „normal“ ist, andere Haare malen wir nach und tuschen sie mit Farbe.

Wir haben Piercings and den Ohren, Bänder an den Armen und Nagellack auf den Fingernägeln. Sind wir nicht merkwürdig?

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Jede einzelne unserer Bewegungen wird durch unser Gehirn ausgelöst, verarbeitet und in unendlich viele Synapsen und Nervenfasern geleitet. Bis zum Muskel, welcher sie dann ausführt. Alles im Bruchteil einer Sekunde ohne, dass wir darüber bewusst nachdenken müssen.

Keiner weiß ganz genau wie Laufen funktioniert. Wir könnten nicht sagen: über Ferse bis zur Fußspitze abrollen, dabei Gewicht auf dieses Bein verlagern, anderes Bein anheben, Knie einknicken, nach vorne bewegen, strecken mit Ferse zuerst aufsetzen… – wir wollen laufen. Und wir laufen.

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Wir haben Zeichen entwickelt, die wir malen und die in verschiedenen Kombinationen verschiedene Dinge bezeichnen und ausdrücken. Laute aus unserem Rachen, die diese Zeichen zusammenfügen und aussprechen und Gegenstände, Formen, Tätigkeiten die dadurch angesprochen werden.

Andere Zeichen – Zahlen, kann man durch Vorgänge verkleinern und vergrößern, auflösen und zusammenfügen und teilweise beschreibt dieses Ergebnis dann einen physikalischen Vorgang oder ein Naturgesetz.

Die 0 ist die kleinste Zahl, hat jemand entschieden, aber wenn man sie an eine 1 hängt verzehnfacht sich der Wert. Wie unlogisch.

Wir haben Nummern und Farben auf Papier gedruckt und wer mehr Nullen auf seinen Scheinen trägt ist reich. Das Papier kann gegen die wertvollsten Dinge eingetauscht werden, ist aber eigentlich auch nur Papier, auf welches wir schreiben.

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Wir haben Dinge erfunden, herausgefunden, entwickelt oder getestet, wovon vorher niemand dachte, dass es möglich sein könnte.

Zu fliegen, in einer Metallkiste, die größer und schwerer ist als jeder Vogel.

Virtuelle Seiten im Internet, überall abrufbar über ein Netz, dass nicht sichtbar ist, worauf jeder zugreifen kann, nirgendwo gespeichert und gleichzeitig überall vorhanden.

Maschinen, denen man über Zeichen sagt, was sie machen sollen und die Dinge ausführen, so schnell, dass wir sie nicht ersetzen könnten.

Wir tun Sachen nur zum Spaß, zur Unterhaltung, die eigentlich komplett sinnfrei sind. Kein Lebewesen auf der Welt tut dies. Überleben ist in unseren Gedanken nicht mehr Priorität Nummer 1, denn sie ist uns gesichert. Gesichert von unserer Gesellschaft – unserem Rudel, der Gruppe, Herde, Schwarm, Sippe. Und trotzdem kämpfen wir oft alleine, gegeneinander.

Manchen Mitgliedern wird viel Beachtung geschenkt, andere ignoriert. Einige sind cool, sympatisch, witzig, schön – andere merkwürdig, langweilig, hässlich und nervig.

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Wir Menschen machen uns verrückt darüber, was andere von uns denken, wie wir aus dem Haus gehen, was wir sagen, wie wir uns benehmen. Wir wollen gefallen, erfolgreich sein, reich, schön, wichtig.

Wichtig? Es gibt von uns über 7 Milliarden, so viele, dass wir eigentlich total egal und unwichtig sind. Oder doch nicht?

Wir alle sind egoistisch und selbstverliebt – ein bisschen. Denn wir wollen ein glückliches Leben für uns kreieren. Wir sind wichtig, besonders, unsere Probleme schwierig, dramatisch und das was wir tun, ist von Bedeutung.

Wir versuchen alle ganz normal zu sein und sind dabei ziemlich merkwürdige Wesen, findest du nicht?

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5 Things That Make Me Happy Every Day

Dankbarkeit ist eine Sache, die man so oft wie möglich praktizieren sollte. Optimisten fällt das leichter Dinge zu finden, über die sie sich freuen und für die sie Dankbar sind. Aber man kann es ganz einfach üben, trainieren und sich immer wieder selbst daran erinnern. Und irgendwann wird es zu einer Gewohntheit sich bewusst zu machen wie viel Schönes und Gutes um einen ist, wofür man dankbar sein kann.

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Einige schreiben täglich ein 5 Minute Journal oder versuchen jeden Tag eine Sache zu notieren, für die sie an diesem Tag dankbar sind.

Ich bemühe mich hingegen immer, in jeder Situation in der ich Freude, Glück und Dankbarkeit verspüre innezuhalten, diesem Moment aufzunehmen und in meinem Kopf zu formulieren, dass ich Dankbar für diesen Moment bin.

Für mich funktioniert diese Methode am Besten, da ich nichts aufschreiben muss und mir merken muss, sondern die jeweiligen Momente genieße und mich darauf konzentriere. Jedoch sollte jeder seinen eigenen Weg finden, wie er Dankbarkeit praktiziert.

Wer sich damit noch nicht auseinander gesetzt hat, sollte damit auf jeden Fall anfangen. Es bringt so viel mehr Optimismus, Freude und Glück ins Leben, wenn man sich bewusst wird wie viele Dinge es gibt, für die man Dankbar sei kann – seien es nur Kleinigkeiten.

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Um euch einen Anreiz und vielleicht eine Inspiration zu geben, habe ich hier 10 Dinge aufgeschrieben, die mich fast jeden Tag glücklich machen und für die ich Dankbar bin, dass sie in meinem Leben sind.

1. Vogelgezwitscher. Wenn ich diese Musik in meinen Ohren höre, muss ich automatisch lächeln. Vögel scheinen immer gut gelaunt zu sein und geben mir damit ein Stück gute Laune ab. Außerdem sind diese Melodien auch Botschafter des Frühlings und Sommers und diese Jahreszeiten bedeuten für mich ebenfalls Glück.

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2. Sonnenschein. Macht sofort gute Laune. Egal ob es vielleicht kalt ist, aber wenn ich meine Nase ein bisschen in die Sonne halten kann, geht es mir sofort so viel besser. Und es ist sogar erwiesen, dass Sonnenschein wirklich bessere Laune macht – durch das Vitamin D was mit den Sonnenstrahlen produziert wird.

3. Tun was ich Liebe. Man sollte sich jeden Tag die Zeit nehmen eine Sache zu machen, die einem Freude bereitet, erfüllt und die einen vielleicht auch näher zu seinem Ziel bringt. Sei es morgens eine Runde Joggen, in der Sonne Lesen, schöne Fotos machen, mich zu meiner Australien Reise zu belesen oder mit Freunden einen schönen Nachmittag zu verbringen.

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4. Mit der Familie Essen. Bei uns ist es üblich, dass wir als Familie gemeinsam Essen. Frühstück, am Wochenende auch Mittag und Abends – sofern natürlich nicht jemand was vor hat. Dass sich jeder selbst einfach einen Toast macht oder Cornflakes isst wann er Lust hat gibt es bei uns nicht und dafür bin ich total Dankbar. Nach einem langen Tag ist es schön eine halbe Stunde zusammen zu sitzen und sich von seinem Tag zu berichten – sonst kommt man ja meistens nicht dazu, wenn jeder immer Termine oder Sachen zu tun hat.

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5. Ich. Eine Sache, die man nicht vergessen sollte – sich selbst. Ich bin froh darüber gesund zu sein. Mich bewegen zu können, wie ich es will. Ich bin dankbar eine Optimistin zu sein, organisiert und meist auch diszipliniert. Ich bin froh, dass ich mich schon relativ früh für Umweltschutz und Veganismus interessiere. Dass ich mein Geld nicht für zu viel Zeug rausschmeiße, sondern versuche auf Minimalismus zu setzen. Dass ich fast immer einen Plan habe und trotzdem auch gerne ins kalte Wasser springe. Ich bin dankbar und glücklich über fast alles, was ich bin und der Rest, der gehört auch zu mir.


Dankbarkeit und sich bewusst machen, wofür man alles glücklich sein kann ist unheimlich wichtig. Und falls ihr damit noch nicht selbst angefangen habt, dann kann ich es euch nur ans Herz legen – es wird euer Leben nur bereichern und euren Blickwinkel auf das Positive richten.

Wofür seid ihr Dankbar?

Mein Perfekter Tag

Mein perfekter Tag beginnt mit einem Gefühl von Wärme. Sonnenstrahlen, die meine Nase kitzeln. Die aufgehende Sonne scheint direkt durch das große Fenster auf mich.

Langsam öffne ich die Augen, blinzle von dem hellen Licht, welches mich umgibt. Strecke mich und schaue aus dem Fenster. Es steht weit offen und eine angenehme Briese umgibt mich, warm und weich.

Es riecht nach Meer, nach Salz, Algen und einem warmen Morgen. Ich schaue aus dem Fenster, sehe die blauen Wellen langsam auf das Ufer zukommen und sich wieder zurückziehen.

Der Strand liegt ganz verlassen da, bereits in warme Sonnenstrahlen getaucht und ich, ich laufe entlang, entlang der anrollenden Wellen, durch den weichen weißen Sand. Lasse ihn durch meine Zehen rieseln, lasse die Wellen meine Füße umspielen. Ich wandere entlang des verlassenen Strandes.

Noch ist alles ruhig. Vögel geben ihr morgendliches Konzert in den Büschen, in den Gärten, hinter dem Strand. Die Wellen rollen mit ihrem stetigen Rauschen heran und ziehen sich zurück. Alles ist noch ruhig.

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Ich jogge durch den Wald. Es riecht nach feuchtem süßen Waldboden. Es ist angenehm kühl und ich höre nur die knackenden Äste und rauen Steinen unter meinen Schuhen. Laufe und atme.

Stehe unter der Dusche, draußen unter freiem Himmel. Blicke auf das Meer, niemals endende Abfolge von einrollenden und sich zurückziehenden Wellen.

Die aufgegangene Sonne umspielt warm und süß meine nackte Haut, wärmt mich, trocknet mich, zaubert mir ein Lächeln auf mein Gesicht.

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Zum Frühstück gibt es das beste, das reifste Obst, weiche saftige Mango, süße Pfirsiche, kühle Melone, große rote Erdbeeren und Himbeeren und Blaubeeren und Brombeeren. Dazu frisches Nussbrot mit der perfekten Avocado und sonnengereifter Tomate. Und Pancakes – natürlich Pancakes. Mit Schokocreme und warmer, karamellisierter Banane.

Ich lese in der Sonne. Ein gutes Buch. Mit den Füßen im Sand, am Strand. Kühle mich zwischendurch im Meer ab. Schwimme. Lasse mich von der Sonne trocknen – es prickelt auf meiner Haut.

Ich gehe auf den Markt, voller schönstem Obst, Gemüse, selbst angesät, gepflegt, geerntet, frisch gepresste Säfte und Smoothies. Viele freundliche Menschen, Kinder laufen umher, es schwebt ein all umfassendes Glück in der Luft. Freude.

Beim Mittagessen sitze ich mit meiner Familie am Tisch,. Zu Hause. Die Sonne scheint auf meinen Rücken. Es gibt Nudeln mit Spinat und Feta und ich kann nicht aufhören zu essen, fühle mich von Wärme umgeben.

Ich mache Yoga im Garten, im weichen Gras, im Schatten. Meditiere auf die zwitschernden Vögel und den Duft der Hibiskus neben mir, höre das Meer rauschen und die leichte Meeresluft lässt die Blätter des Baumes rascheln, unter dem ich sitze.

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Über eine große Blumenwiese, durch ein sich im Wind wiegendes Feld, durch einen sonnengetränkten Wald, an einem Fluss entlang, zum Meer, entlang des Strandes – reite ich. Langsam, im Galopp. Der Wind weht durch meine Haare, kühlt meine Stirn. Die Sonne taucht alles Licht in orange, rot, rosa. Und ich reite, reite dem Sonnenuntergang entgegen.

Am lauen Sommerabend sitze ich mit meinen Freundinnen zusammen, wir lachen, erzählen, kochen, genießen, lachen noch mehr und erzählen.

Wandern auf einen kleinen Berg, sehen wie die Sonne langsam untergeht, oben, über dem Meer, dem Strand, erzählen, lachen, genießen, lieben, träumen – Außer Raum und Zeit.

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Tage sind nie ganz perfekt. Perfekt müssen sie nicht sein. Wunderschön reicht. Jeder Tag kann wunderschön sein. Mach jeden Tag zu einem Wunderschönen.